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John Bellamy Foster/Fred Magdoff: Was jeder Umweltschützer über den Kapitalismus wissen muss
John Bellamy Foster/Fred Magdoff: Was jeder Umweltschützer über den Kapitalismus wissen mussLaika DiskursISBN 978-3-942281-37-9Erschienen Oktober 2012ca. 156 SeitenSeit das Thema Umweltschutz ins gesellschaftliche Problembewusstsein selbst systemtreuer Bevölkerungsgruppen gerückt ist, wird von einem neuen »grünen Kapitalismus« gesprochen, der die Wunden der Natur nicht nur heilen, sondern gar dem herrschenden Wirtschaftssystem neuen konjunkturellen Schub verleihen soll. Klimawandel, Vergiftung der Meere und Trinkwasserressourcen, zunehmendes Artensterben, Verlust der Biodiversität sowie die Ausbreitung umweltbedingter Erkrankungen sind jedoch von jenem Wirtschaftssystem verursacht, um dessen Erhaltung es den Propheten des »grünen Kapitalismus« geht.Solange die kapitalorientierte Verwertung der Natur im Interesse einer kleinen Gruppe von Produktionsmittelbesitzern nicht überwunden wird, kann es jedoch keinen nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen geben. Der Verdienst dieses Bandes ist es, sich nicht mit einem Aufruf zum gesellschaftlichen Umsturz zu bescheiden, sondern minutiös die Bedingungen aufzuzeigen, die notwendig sind, um die Gesellschaft fundamental zu verändern und die nötigen Anleitungen zur Organisierung des Widerstandes gegen die weitere Vernichtung unserer Lebensgrundlagen zu geben.Für jeden, dem Umweltschutz ein Anliegen ist, gehört dieser Band zur Pflichtlektüre. John Bellamy Foster ist Professor für Soziologie an der University of Oregon in Eugene. Er arbeitet und veröffentlicht zu den Themen Politische Ökonomie und Umweltsoziologie und ist Herausgeber des marxistischen Magazins Monthly Review. Fred Magdoff ist Professor für Ökologie und Bodenkunde an der Universität von Vermont und Außerordentlicher Professor für Agrarwissenschaften an der Cornell Universität. Er ist Mitautor des Buches Building Soils for Better Crops und The ABCs of the Economic Crisis.Fred Magdoff ist emeritierter Professor an der University of Vermont und außerplanmäßiger Professor an der New Yorker Cornell University. Er hat sich in seinen Schriften ausführlich mit Bodenfruchtbarkeit, Methoden der ökologischen Landwirtschaft sowie politischer Ökonomie beschäftigt und ist Mitautor der Bücher The ABCs of the Economic Crisis (mit Michael D. Yates) und The Great Financial Crisis (mit John Bellamy Foster).

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Kai Ehlers: 25 Jahre Perestroika - Gespräche mit Boris Kagarlitzki - Bd. I Gorbatschow und Jelzin
Kai Ehlers: 25 Jahre Perestroika - Gespräche mit Boris Kagarlitzki - Bd. I Gorbatschow und JelzinISBN 978-3-944233-28-4Erschienen Dezember 2014384 SeitenWohin brachte uns Perestroika? Was waren ihre Ziele? Wer waren ihre Aktivisten? Wer waren ihre Gegner? Wer war Gorbatschow? Wer Jelzin? Wer ist Putin? Wie liest sich linke Kritik dieser Jahre? Welche Lehren zieht die russische Linke aus dem Kollaps des realen Sozialismus? Welchen Einfluss hat sie auf die Entwicklung nehmen können? Welche Alternativen entwickelt sie heute? Für Russland? Über Russland hinaus? »Zehn Monate nach dem tatsächlichen Einsetzen des ›500-Tage- Programms‹ wird das ideologische Klima das vollkommene Gegenteil zu dem sein, was es jetzt ist. Liberalismus und Kapitalismus werden verhasster sein als jetzt der Kommunismus.«Das erklärte Boris Kagarlitzki, profiliertester Reform-Marxist des heutigen Russland im September 1990 angesichts des Übergangs von Gorbatschows Reform des Sozialismus zu Jelzins Kurs der Zwangsprivatisierung. In welchem Auf und Ab sich die Verhältnisse tatsächlich entwickelten, zeigen die Gespräche, die Boris Kagarlitzki und der deutsche Russlandforscher Kai Ehlers über einen Zeitraum von 25 Jahren miteinander geführt haben. Sie vermitteln, begleitet von einer vergleichenden Chronologie, einen authentischen Einblick in die inneren Abläufe und die Grundfragen der nachsowjetischen Transformation. Boris Kagarlitzki, Soziologe, politischer Dissident in der UdSSR wie auch im postsowjetischen Russland. 1990 bis 1993 Mitglied der Sozialistischen Partei Russlands und Abgeordneter des Moskauer Stadtsowjets, später Mitbegründer der Arbeiterpartei und Berater des Vorsitzenden des russischen Gewerkschaftsbundes. Autor diverser Bücher zur Entwicklung von Perestroika und marxistischer Globalisierungskritik. Heute Direktor des Instituts für Erforschung der Globalisierung und Soziale Bewegungen (www.IGSO.ru) und deren Internetplattform www.RABKOR.ru in Moskau. Herausgeber des analytischen Journals Linke Politik. Schreibt regelmäßig für die Moscow Times und Eurasian Homesowie russische informelle Blätter. Mitarbeiter im Transnationalen Institut (TNI). Mitinitiator der Internetplattform Post global Initiative (www.pglobal.ru)

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Kai Ehlers: 25 Jahre Perestroika - Gespräche mit Boris Kagarlitzki - Bd. II
Kai Ehlers: 25 Jahre Perestroika - Gespräche mit Boris Kagarlitzki - Bd. II Jelzins AbgangLaika DiskursISBN 978-3-944233-29-1Erschienen August 2015328 SeitenDie Geschichte Russlands nach Perestroika ist noch nicht geschrieben. Bisher haben sich eher ideologisch besetzte Eckdaten im Bewusstsein der Öffentlichkeit etabliert.Die beiden Bände 25 Jahre Perestroika – Gespräche mit Boris Kagarlitzki zeigen dagegen eine Innenansicht derer, die sich Anfang der 1980er-Jahre als »linker Flügel der Perestroika« verstanden haben und sich eine Reform des Sozialismus erhofften.Der zweite Band führt mitten in die Krise der Jelzinschen Modernisierung – Separationstendenzen in der russischen Föderation, Tschetschenienkrieg, Aufkommen sozialer Verwüstungen, angesichts derer die Mehrheit der Bevölkerung um ihr Überleben kämpfen muss. Dann Wladimir Putins Ansage, eine »Diktatur des Gesetzes« einführen zu wollen. Das Dilemma einer Opposition, die zwischen Zustimmung zu Putins Ordnungspolitik und Kritik an dem von ihm praktizierten autoritären und zugleich neoliberalen Führungsstil einen Weg zu finden sucht.Als roter Faden schließlich zieht sich durch die Gespräche die Frage, welche Lehren aus dem Zusammenbruch des realsozialistischen Gesellschaftsaufbaus für die Zukunft einer sozialistischen, zumindest aber gemeinwohlorientierten, solidarischen Gesellschaft zu gewinnen sind.  Boris Kagarlitzki, Soziologe, politischer Dissident in der UdSSR wie auch im postsowjetischen Russland. 1990 bis 1993 Mitglied der Sozialistischen Partei Russlands und Abgeordneter des Moskauer Stadtsowjets, später Mitbegründer der Arbeiterpartei und Berater des Vorsitzenden des russischen Gewerkschaftsbundes. Autor diverser Bücher zur Entwicklung von Perestroika und marxistischer Globalisierungskritik. Heute Direktor des Instituts für Erforschung der Globalisierung und Soziale Bewegungen (www.IGSO.ru) und deren Internetplattform www.RABKOR.ru in Moskau. Herausgeber des analytischen Journals Linke Politik. Schreibt regelmäßig für die Moscow Times und Eurasian Homesowie russische informelle Blätter. Mitarbeiter im Transnationalen Institut (TNI). Mitinitiator der Internetplattform Post global Initiative (www.pglobal.ru)Im LAIKA-Verlag erschien von Boris Kagarlitzki Die Revolte der Mittelklasse (2013). Kai Ehlers, geb. 1944, studierte Geschichte, Publizistik und Theaterwissenschaften in Göttingen und Berlin. Aktiver Teilnehmer der außerparlamentarischen Opposition von 1968 (APO) in Berlin und Hamburg. 1971 Mitbegründer des Kommunistischen Bundes (KB) in Hamburg, Redaktionsmitglied der Zeitung arbeiterkampf (ak). Seit 1983 zunehmend unterwegs in der Sowjetunion/Russland, in der Folge auch in Zentral- und Innerasien. Heute selbstständiger Buchautor, Radio- und Pressejournalist sowie Veranstalter von Vorträgen, Seminaren und Projekten rund um die Frage der nachsowjetischen und eurasischen Wandlungen und deren soziale, politische und kulturelle Folgen. Initiator des Forums integrierte Gesellschaft. Mitglied in der Initiative Demokratiekonferenzen. Website: www.kai-ehlers.de

18,00 €*
Oliver Stone/Tariq Ali: Zur Geschichte
Oliver Stone/Tariq Ali: Zur GeschichteLaika Diskurs Band 2ISBN: 978-3942281-16-4Erschienen Oktober 201196 SeitenWährend ihrer Zusammenarbeit an den Dokumentarfilmen South of the Border und The Untold History of the United States führte der Filmemacher Oliver Stone mit dem Schriftsteller und Filmemacher Tariq Ali ein tiefgründiges und kompromissloses Gespräch über die Rolle der Politik in der Geschichte.Ihr Dialog bringt zahlreiche vergessene – oder bewusst verschüttete – Episoden der US-amerikanischen Geschichte ans Licht, vom Eingreifen der Vereinigten Staaten gegen die Russische Revolution über den dynamischen Radikalismus der Industrial Workers of the World bis zu den immer noch bestehenden engen Beziehungen zwischen den verschiedenen Präsidenten der USA und dem saudiarabischen Königshaus oder der Einmischung in die politischen Angelegenheiten Pakistans. Stone und Ali, diesen besonders scharfsichtigen Beobachtern von Geschichte und Kultur, ist kein Thema heilig, und es gibt keine Orthodoxie, die sie nicht infrage stellen. Tariq Ali ist ein international anerkannter pakistanischer Schriftsteller und Filmschaffender. Er schrieb über zwei Dutzend Bücher zur Weltgeschichte und über Politik und sieben Romane (die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden), außerdem Drehbücher für Theater und Leinwand. Er ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift New Left Review und lebt in London. Oliver Stone ist ein vielfach ausgezeichneter Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Er hat unter anderem Regie geführt bei den Filmen Wall Street. Geld schläft nicht; W. – Ein missverstandenes Leben; World Trade Center; An jedem verdammten Sonntag; Nixon – Der Untergang eines Präsidenten; Natural Born Killers; Zwischen Himmel und Hölle; John F. Kennedy – Tatort Dallas; The Doors; Geboren am 4. Juli; Talk Radio; Wall Street; Platoon; Salvador und bei den Dokumentationen Looking for Fidel; Comandante; Persona Non Grata; South of the Border sowie der Serie The Untold History of the United States, die 2012 beim US-amerikanischen Kabelsender Showtime ausgestrahlt wird.OriginalbuchTitel der Originalausgabe: On History · Oliver Stone and Tariq Ali in Conversation Haymarket Books, Chicago 2011Übersetzung aus dem Englischen: Rosemarie Nünning

14,90 €*
Redaktionskollektiv der Hamburger Ortsgruppe der Rote Hilfe e.V. (Hg.): Eurovisionen
Redaktionskollektiv der Hamburger Ortsgruppe der Rote Hilfe e.V. (Hg.): EurovisionenLaika Diskurs Band 7ISBN: 978-3-942281-48-5Erschienen März 2013ca. 140 Seiten Das Buch beschäftigt sich grundsätzlich und aus verschiedenen Perspektiven mit der Sicherheitsarchitektur einzelner europäischer Staaten und der Europäischen Union als Gesamtkonstrukt. Den Anfang des Buches bilden drei Texte, die sich mit der Entwicklung der Repression in Frankreich, England und der BRD beschäftigen. Es folgen zwei Beiträge, die versuchen, einen Überblick über die Institutionen der EU zu geben. Die EUISS, der think tank, der die Grundlinien für die europäische Außen- und Sicherheitspolitik vorgibt, wird vorgestellt, fl ankiert von Texten zu Eurojust, einer selbst den meisten JuristInnen unbekannten Institution auf dem Weg zu einer europäischen Staatsanwaltschaft, zu Frontex und zu Europol. Abgerundet wird die Betrachtung durch eine Analyse des § 129b Strafgesetzbuch sowie der EU-Terrorliste, sie soll veranschaulichen, wie die Nationalstaaten die Politik beeinfl ussen und Europa wiederum die Gesetzgebung der Nationalstaaten.Dieses Buch hat keineswegs den Anspruch, die Europäische Sicherheitsarchitektur allumfassend darzustellen. Es soll vielmehr Anstoß geben, sich auch aus linker Perspektive mehr damit zu beschäftigen, eine Analyse vorzunehmen und dieses Wissen bei der Bildung von Gegenstrategien zu berücksichtigen.  Redaktionskollektiv der Hamburger Ortsgruppe der Roten Hilfe e.V. (Hrsg.)Die Autoren Bernhard Schmid, Matt Autumn, Nils Rotermund, Martin Dolzer, Britta Eder, Matthias Lehnert und Matthias Monroy entstammen den unterschiedlichsten akademischen Disziplinen und sozialen Bewegungen.

17,00 €*
Régis Debray: Brief an einen israelischen Freund
Régis Debray: Brief an einen israelischen Freund Laika Diskurs Band 1ISBN 978-3-942281-03-4Erschienen Oktober 2011112 Seiten»Wenn ich mich diesem Ufer nähere, von Klippen übersät, die einen Panzer bilden, kann ich sicher sein, dass ich mich mit mehr als der Hälfte meiner Freunde überwerfen werde. Es ist einfach eine Tatsache, dass ein Ungläubiger einem Juden aus Israel unbefangener begegnet als einem Landsmann, der manchmal israelischer ist als die Israelis und oft einen Kratzer für einen tödlichen Angriff hält.« In seinem Brief an den Freund Élie Barnavi, ehemaliger Botschafter Israels in Frankreich und Autor des Buches Les Religions meurtrières, spricht der französische Intellektuelle Régis Debray brennende Fragen im Verhältnis zwischen Israel und Palästina, Aspekte des Judentums und des Antisemitismus in Frankreich an.Dieser mit erstaunenswerter Schärfe und Perspektive formulierte Brief vermeidet jede Provokation und ist eine Aufforderung zur notwendigen Reflexion in einem schon fast statisch gewordenen Konflikt. Beispielgebend für eine gut durchdachte und freie Argumentation hat dieses Buch die Qualität, eine produktive Debatte zu befördern. Régis Debray ist Philosoph und Schriftsteller, Autor von Romanen, Essays und Theaterstücken. Debray ist Ehrenpräsident des Institut Européen en Sciences des Religions (Europäisches Institut für Religionswissenschaft) und Herausgeber der Zeitschrift Médium, die sich der künstlerischen Gestaltung, der Wissenschaft und Techniken der medialen Vermittlung widmet. Debray zählt zu den bedeutendsten Intellektuellen in Frankreich. Er hat den weltweiten Aufbruch in den Sechziger Jahren an der Seite Che Guevaras mit Revolutionstheorien und kritischen Reflexionen begleitet. In den Achtziger Jahren war Debray Berater von François Mitterand, dem aus der sozialistischen Partei hervorgegangenen Präsidenten Frankreichs.

14,90 €*
Régis Debray: Lob der Grenzen
Régis Debray, Lob der GrenzenLaika Diskurs Band 16ISBN: 978-3-944233-60-4Erschienen im Mai 201664 SeitenEloge des frontières wurde von Régis Debray 2010 in Tokio als Vortrag gehalten. Debray geht darin weit in die Geschichte der Menschheit zurück, beleuchtet die Bedeutung der Grenze im Spiegel der verschiedenen Weltreligionen sowie säkularen Kulturen und diskutiert ihren Sinn und Zweck.In der globalisierten Welt richtet er sich gegen das allgemein angesagte Postulat »ohne Grenzen«. Nach Debrays Beobachtung bedeutet die Abschaffung einer Grenze, diese lediglich weiter nach außen zu verschieben, was zu unterschiedlichen, problematischen Konsequenzen führe.Geschichtlich gesehen, so Debray, hat die Grenze die Menschheit vorangebracht, Kultur ermöglicht. »Ohne Grenzen« hingegen ist alles erlaubt, alles möglich, wird alles banal und beliebig. Grenzen, die es ihrerseits stets zu hinterfragen gilt, helfen, Orientierung zu geben, wo sonst ein Vakuum entstehen könnte. Dabei geht Debray von der konkreten, geographischen Grenze aus und gelangt von dort zur abstrakten, philosophischen Bedeutung der Grenze.Debray fragt gegen den Strom, fragt sich, was das gegenwärtige Postulat der Gesellschaft bringt. Und wohin es führen könnte. Dabei wehrt er sich gegen Vereinfachungen auf allen Seiten.Aus dem Französischen übersetzt von Nicole Neumann. »Alles, was in Frankreich Gewicht hat und zählt, nennt sich ›ohne Grenzen‹. Und wenn der Ohne-Grenzismus ein Täuschungsmanöver wäre, eine Flucht, Feigheit? Auf der gesamten Weltkarte, und allen gegenläufigen Versuchen zum Trotz, entstehen oder erwachen neue und antike Grenzen. Das ist eine Tatsache. Als guter Europäer habe ich beschlossen, das zu feiern, was andere bedauern: die Grenze als Impfstoff gegen die Epidemie der Mauern, Gegengift gegen die Gleichgültigkeit und Schutz des Lebendigen. Daher dieses Manifest gegen den Strich, das verwundert und unangebracht scheint, das aber wagt, sich der Zukunft zu stellen, indem es unsere Vergangenheit dechiffriert.«Régis DebrayRégis Debray ist Philosoph und Schriftsteller, Autor von Romanen, Essays und Theaterstücken. In den 8oer-Jahren war er Berater des französischen Präsidenten François Mitterand. Seit 2011 ist Debray Mitglied der Académie Goncourt, 2013 wurde er für sein literarisches Werk mit dem Manès-Sperber-Preis ausgezeichnet.

9,80 €*
Rudolph Bauer/Holdger Platta (Hg.): Kaltes Land
Rudolph Bauer/Holdger Platta (Hg.): Kaltes Land – Gegen die Verrohung der Bundesrepublik für eine humane GesellschaftISBN: 978-3-942281-24-9Erschienen Juni 2012252 SeitenDieser Band versammelt Beiträge zur Bestandsaufnahme des gesellschaftlichen und politischen Klimas in der gesamtdeutschen Bankenrepublik. In Fortsetzung der rot-grünen Agenda 2010 unter der Großen Koalition verantwortet die schwarz-gelbe Merkel-Regierung einen bisher ungekannten Grad sozialer Verrohung. Mit Blick auf die menschenverachtende Vollstreckung der Hartz-IV-Schikanen spricht der katholische Sozialethiker Friedhelm Hengsbach in diesem Buch von einem »Bürgerkrieg der politischen Klasse gegen die arm Gemachten«. Die Herausgeber ziehen historische Vergleiche mit dem Niedergang der Weimarer Republik.Betroffene kommen mit ihren Erfahrungen zu Wort. Wissenschaftliche Autorinnen und Autoren plädieren für eine andere, eine menschengerechte Ökonomie in einer humanen Republik. Ein notwendig provokantes Buch, das sich nicht darauf beschränkt, nur anzuklagen.Mit Beiträgen u. a. von Christoph Butterwegge, Volker Eick, Frigga Haug, Friedhelm Hengsbach, Jutta Meyer-Siebert und Norbert Bernholt.Mit einem Grußwort von Stéphane Hessel (Empört Euch!, Engagiert Euch!) Rudolph Bauer, geboren 1939, Politikwissenschaftler und Soziologe, Dr. phil., bis 2002 an der Universität Bremen Professor für Wohlfahrtspolitik und Soziale Dienst.   Holdger Platta, geboren 1944, ist nach Studium der Germanistik, Geschichte, Pädagogik und Politologie Autor und Wissenschaftsjournalist.   In seinem Vorwort zu diesem Buch schreibt Stéphane Hessel: Ich würde mich freuen, wenn diese Publikation „Kaltes Land“ beitragen könnte zu unserem gemeinsamen Kampf gegen Entwürdigung und Armut, beitragen könnte zu unserem gemeinsamen Kampf gegen die Resignation und mithelfen könnte bei unserem friedlichen - gleichwohl sehr entschiedenen! – Widerstand gegen das Elend und die Ungerechtigkeiten auf diesem Erdball, übrigens auch in Auflehnung gegen eine oft sich gleichgültig zeigende oder sogar zynisch gebende Medienwelt. Der Liedermacher Konstantin Wecker schreibt: »Auch ich unterstütze dieses Buch mit ganzem Herzen und wünsche mir, dass es viel gelesen wird. Es geht um nichts geringeres als den Krieg einer Finanzelite gegen bewusst arm gemachte Bürger, und man weiß gegen Ende der Lektüre, dass es höchste Zeit ist sich zu wehren. Noch haben wir demokratische Rechte. Nützen wir sie!« (http://hinter-den-schlagzeilen.de/2012/08/07/buchtipp-plattabauer-kalte…)Mit Texten vonHoldger Platta, Prof. Rudolph Bauer, Pater Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Volker Eick, Prof. Dr. Christoph Butterwege, Joachim Lau, Birgit Kühr, Volker Wulle, Rüdiger Steinbeck, Ruth Tietz, Dr. habil. Rainer Thiel, Prof. Dr. Frigga Haug, Jutta Meyer-Siebe

22,90 €*
Sandro Mezzadra/Mario Neumann: Jenseits von Interesse & Identität
Sandro Mezzadra/Mario Neumann: Jenseits von Interesse & IdentitätLaika Diskurs Band 17ISBN: 978-3-944233-89-5Erscheint am 10. September 2017Klappbroschur, 72 SeitenEribon-Debatte in Deutschland, Brexit-Referendum in Großbritannien, Präsidentschaftswahl in Frankreich, G20-Gipfel in Hamburg: Die »soziale Frage« oder gar die »Klassenfrage« sei wieder da, sagen viele linke Politiker*innen. Und die Antwort kommt prompt: Ein Hoch auf den guten alten Wohlfahrtsstaat und nieder mit der »Identitätspolitik«! Sandro Mezzadra und Mario Neumann gehen in ihrer Flugschrift der Frage nach, wie eine politische Alternative zu diesem allgegenwärtigen linken »Wohlfahrtsstaat-Populismus« vorstellbar ist. Sie zeigen, dass die Kämpfe der Jugend, der Migrant*innen und der Frauenbewegung spätestens seit 1968 im Zentrum jeder Klassenpolitik stehen. Sie bestreiten, dass die weit verbreiteten Vorstellungen von Klasse der gegenwärtigen Zusammensetzung der lebendigen Arbeit angemessen sind. Und sie bestreiten entschieden, dass eine objektivistische Denkweise, die in sogenannten Klasseninteressen eine vorpolitische und geschichtsphilosophische Wahrheit identifiziert, heute von besonderer Relevanz sein kann. Die Frage der Klasse zu stellen ist eine politische Aufgabe, so wie die Frage des Politischen eine Klassenfrage ist.Mit Texten vonSandro Mezzadra / Mario Neuman

9,90 €*
Srecko Horvat, Die Radikalität der Liebe
Srecko Horvat, Die Radikalität der LiebeLaika Diskurs Band 15ISBN 978-3-944233-54-3Erschienen im Mai 2016120 SeitenWas würde passieren, wenn wir durch die revolutionäre Geschichte des 20. Jahrhunderts spazieren könnten und, ohne Angst vor den möglichen Antworten, den wichtigsten ProtagonistInnen – von Lenin bis Che Guevara, von Alexandra Kollontai bis Ulrike Meinhof – scheinbar naive Fragen über die Liebe stellten?Obwohl alle wichtigen politischen und sozialen Veränderungen des 20. Jahrhunderts hitzige Debatten über die Rolle der Liebe mit sich brachten, scheint es, als würden wir uns im 21. Jahrhundert mit seinen neuen Technologien des Selbst (Grindr, Tinder, Online-Dating etc.) einer Hyperinflation des Sex, nicht der Liebe, gegenübersehen.Der kroatische Philosoph Srećko Horvat gibt eine mögliche Antwort auf die Frage, warum die radikalsten Revolutionäre wie Lenin oder Che Angst vor der Radikalität der Liebe hatten. Hierfür blickt er zurück auf die – schnell wieder unterdrückte – sexuelle Revolution der Oktoberrevolution, auf Ches Dilemma zwischen Liebe und revolutionärer Verpflichtung sowie die 68er-Periode (von den Kommunen bis zum Terrorismus) und ihre Warenwerdung im Spätkapitalismus. Was ist so radikal an der scheinbar konservativen Vorstellung von Liebe, und warum ist sie alles andere als konservativ?Dieses Buch ist ein bescheidener Beitrag zu den gegenwärtigen Erhebungen in aller Welt – von Tahrir bis Taksim, von Occupy Wall Street bis Hongkong, von Athen bis Sarajevo – bei denen die Frage der Liebe seltsamerweise, erstaunlicherweise, durch Abwesenheit glänzt.Aus dem Englischen übersetzt von Alexander Kasbohm. Srećko Horvat ist einer der führenden Philosophen und Intellektuellen der jüngeren Generation in Kroatien. Er wurde 1983 in Osijek geboren, lebte die ersten sieben Jahre seines Lebens im Exil in Deutschland und kehrte 1990 nach Kroatien zurück. Er hat keinen festen Wohnsitz, lebt – nach eigener Aussage – nirgendwo und überall. Horvat hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, die in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt wurden. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Die Radikalität der Liebe (LAIKA, 2016), Welcome to the Desert of Post-Socialism: Radical Politics after Yugoslavia (zusammen mit Igor Štiks, Verso, 2015) und What Does Europe Want? (zusammen mit Slavoj Žižek, Columbia University Press, 2014). Im LAIKA-Verlag erschien außerdem Was will Europa – Rettet uns vor den Rettern (zusammen mit Slavoj Žižek, LAIKA, 2013). Horvats Artikel erscheinen regelmäßig im Guardian, in Al Jazeera und in der New York Times. Er hat am Weltsozialforum und an verschiedenen Besetzungen teilgenommen (von Occupy Wall Street bis hin zu Versammlungen in Bosnien) und ist einer der Gründer des Subversive Festival in Kroatien. Gegenwärtig beteiligt sich Horvat – zusammen mit dem ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis – aktiv an der Bewegung Demokratie in Europa 2025 (DiEM25). 

14,90 €*
Srećko Horvat: Nach dem Ende der Geschichte
Srećko Horvat: Nach dem Ende der Geschichte – Vom Arabischen Frühling zur Occupy BewegungLaika DiskursISBN 978-3-942281-45-4Erschienen März 2013ca. 275 Seiten Selten sind Francis Fukuyama und Slavoj Žižek, Stéphane Hessel und Amos Oz, Michael Hardt und Gayatri Spivak, Terry Eagleton und Zygmunt Bauman, Tariq Ali und Gianni Vattimo in einem Buch versammelt. Selten hat jemand mit den führenden Intellektuellen der Gegenwart Gespräche geführt, die nicht nur bekannte Thesen offenbaren, sondern auch eine echte Auseinandersetzung anbieten. Horvats Buch thematisiert die neuesten sozialen Bewegungen und Veränderungen vom Arabischen Frühling bis hin zur Occupy-Wall-Street-Bewegung, off enbart die Schwachpunkte des heutigen Systems und bietet Strategien an, es zu bekämpfen. Das Buch soll weder als Selbsthilfe für den Kapitalismus noch als wohlwollende Genossen-Kritik an der liberalen Demokratie oder als Präsentation eines »Dritten Weges« begriff en werden.Nach dem Ende der Geschichte ist vielmehr eine intellektuelle Suche nach einer wahrhaften Alternative zum liberalen Kapitalismus. Dort, wo die Linke scheitert, werden die Tore für die faschistische Variante des Kapitalismus weit geöff net. Dennoch: Es herrscht zwar ein großes Chaos unter dem Himmel, aber die Bedingungen, ihm entgegenzuwirken, sind exzellent. Srećko Horvat ist einer der führenden Philosophen und Intellektuellen der jüngeren Generation in Kroatien. Er wurde 1983 in Osijek geboren, lebte die ersten sieben Jahre seines Lebens im Exil in Deutschland und kehrte 1990 nach Kroatien zurück. Er hat keinen festen Wohnsitz, lebt – nach eigener Aussage – nirgendwo und überall. Horvat hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, die in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt wurden. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Die Radikalität der Liebe (LAIKA, 2016), Welcome to the Desert of Post-Socialism: Radical Politics after Yugoslavia (zusammen mit Igor Štiks, Verso, 2015) und What Does Europe Want? (zusammen mit Slavoj Žižek, Columbia University Press, 2014). Im LAIKA-Verlag erschien außerdem Was will Europa – Rettet uns vor den Rettern (zusammen mit Slavoj Žižek, LAIKA, 2013). Horvats Artikel erscheinen regelmäßig im Guardian, in Al Jazeera und in der New York Times. Er hat am Weltsozialforum und an verschiedenen Besetzungen teilgenommen (von Occupy Wall Street bis hin zu Versammlungen in Bosnien) und ist einer der Gründer des Subversive Festival in Kroatien. Gegenwärtig beteiligt sich Horvat – zusammen mit dem ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis – aktiv an der Bewegung Demokratie in Europa 2025 (DiEM25).

22,00 €*
Srećko Horvat/Slavoj Žižek: Was will Europa?
Srećko Horvat/Slavoj Žižek: Was will Europa?Laika DiskursISBN 978-3-942281-68-3Erschienen Oktober 2013ca. 140 SeitenAm 1. Juli trat Kroatien als 28. Staat der Europäischen Union bei. Laut den Altstaaten in der EU ist für andere Staaten die Mitgliedschaft offen, wenn sie sich an die europäischen Grundwerte annähern. Aber was sind die Grundwerte in Europa? Rettungsschirme für Banken und Wohnungsräumungen für arbeitslos gewordene Familien, die damit vor dem existenziellen Nichts stehen? Spardiktate und Privatisierungsrunden wie in Griechenland, wo die Staatsverschuldung – Grund für die Spardiktate – nach den Interventionen der Europäischen Zentralbank und dem IWF von 105% auf über 170% des Bruttoinlandsprodukts gestiegen ist? »Anpassungen« der Demokratie an Wirtschaftserfordernisse, wie es Angela Merkel propagiert? Srećko Horvat und Slavoj Žižek stehen dem EU-Beitritt Kroatiens sehr kritisch gegenüber. Ihre hier versammelten Beiträge verstehen sich als Interventionen in politische Prozesse, die derzeit Europa kennzeichnen. Srećko Horvat ist einer der führenden Philosophen und Intellektuellen der jüngeren Generation in Kroatien. Er wurde 1983 in Osijek geboren, lebte die ersten sieben Jahre seines Lebens im Exil in Deutschland und kehrte 1990 nach Kroatien zurück. Er hat keinen festen Wohnsitz, lebt – nach eigener Aussage – nirgendwo und überall. Horvat hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, die in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt wurden. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Die Radikalität der Liebe (LAIKA, 2016), Welcome to the Desert of Post-Socialism: Radical Politics after Yugoslavia (zusammen mit Igor Štiks, Verso, 2015) und What Does Europe Want? (zusammen mit Slavoj Žižek, Columbia University Press, 2014). Im LAIKA-Verlag erschien außerdem Nach dem Ende der Geschichte – Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung (2013). Horvats Artikel erscheinen regelmäßig im Guardian, in Al Jazeera und in der New York Times. Er hat am Weltsozialforum und an verschiedenen Besetzungen teilgenommen (von Occupy Wall Street bis hin zu Versammlungen in Bosnien) und ist einer der Gründer des Subversive Festival in Kroatien. Gegenwärtig beteiligt sich Horvat – zusammen mit dem ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis – aktiv an der Bewegung Demokratie in Europa 2025 (DiEM25). Slavoj Žižek, 1949 in Ljubljana geboren, ist Soziologe, Philosoph, nicht-praktizierender Psychoanalytiker und Kunstkritiker. Von 1981 bis 1985 studierte er an der Universität Paris VIII bei Jacques-Alain Miller, einem Schüler des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan. Žižek lehrt an der Universität in Ljubljana/Slowenien und ist derzeit International Director des Birkbeck-Institute for the Humanities an der Universität in London.Bekannt wurde Žižek durch seine einflussreiche Übertragung und Weiterentwicklung der Psychoanalyse Jacques Lacans in das Feld der Populärkultur und der Gesellschaftskritik. Er selbst bezeichnet sich als »altmodischen Marxisten« und »Linksradikalen«. Zu seinen Themen gehören der Deutsche Idealismus, Hegel, Marx, der Poststrukturalismus, die Medientheorie, der Feminismus und die Cultural Studies.Žižek gilt als einer der bedeutendsten Intellektuellen der Linken. Der New Statesman sprach Žižek nach dem Tod von Jacques Derrida 2004 und Jean Baudrillard 2007 die Rolle des weltweit prominentesten Philosophen und Kulturtheoretikers zu. Für den Literaturtheoretiker Terry Eagleton ist er einer der brillantesten europäischen Vertreter der Psychoanalyse und der Kulturtheorie im Allgemeinen; und der New Yorker würdigte ihn als einen Kritiker von großer Kühnheit.

14,90 €*
Steffen Vogel: Europa im Aufbruch
Steffen Vogel: Europa im Aufbruch - Wann Proteste gegen die Krisenpolitik Erfolg habenLaika DiskursISBN 978-3-944233-10-9Erschienen Dezember 2014184 SeitenEuropa ist in Aufruhr. Überall auf dem Kontinent protestieren Menschen gegen eine Politik, die Armut und Ungleichheit verschärft und die Demokratie missachtet. Sie fordern eine andere Antwort auf die Krise, ein soziales Europa und wehren sich gegen die Arroganz der Macht.Aber können diese Proteste mehr erreichen, als Empörung und Wut auf die Straße zu tragen? Gelingt ihnen ein gesellschaftlicher Wandel – möglicherweise sogar auf europäischer Ebene? Ein Anfang ist längst gemacht. Unerwartete Bündnisse zwischen den Generationen werden geschmiedet, korrupte Politiker müssen ihre Sessel räumen. Experimente in solidarischer Ökonomie entstehen, Netzwerke erproben die europäische Zusammenarbeit.Das Buch geht dem Erfolg dieser Bewegungen und Initiativen auf den Grund. Es zeigt, wer den Protest trägt und warum. Dazu beleuchtet es Erfahrungen aus zahlreichen europäischen Ländern, von Island im Norden bis Spanien im Süden. Am Ende steht die Frage, welche Zukunft für Europa in diesen Protesten aufscheint – und ob sie Wirklichkeit werden kann.Steffen Vogel, geboren 1978 in Siegen, studierte Sozialwissenschaften in Bonn und Berlin. Von 2005 bis 2008 war er Redakteur der Wochenzeitung Der Freitag. Steffen Vogel lebt als freier Autor in Berlin und promoviert an der Humboldt-Universität.

15,90 €*
Steffen Vogel: Europas Revolution von oben
Steffen Vogel: Europas Revolution von obenISBN 978-3-942281-47-8Erschienen März 2013ca. 190 Seiten Europa steht am Scheideweg. Im Süden entfaltet der von Brüssel und Berlin verordnete Sparzwang verheerende Wirkungen auf breite Gesellschaftsschichten. Dabei wird die Demokratie systematisch übergangen oder gleich ausgehöhlt. Europas Bevölkerungen verlieren dramatisch an Einfluss und büßen soziale Rechte ein. Obwohl diese Politik die Eurokrise weiter verschärft hat, soll sie auf europäischer Ebene verewigt werden. Das Instrument hierzu ist mit dem Fiskalpakt auf Drängen der Bundesregierung und unter Umgehung des Europaparlaments längst geschaff en worden. Mit Spar- und Kürzungsprogrammen werden die Folgen der ökonomischen Turbulenzen auf die Bevölkerungen des Kontinents abgewälzt. In der schwersten Krise des Kapitalismus seit der Großen Depression erlebt Europa einen autoritären Schwenk. Diesen vorgeblich alternativlosen und unpolitischen Kurs beschreibt Steff en Vogel als Revolution von oben. Sie dient der Vorwärtsverteidigung jenes Status Quo, der in den vergangenen Jahrzehnten die oberen zehn Prozent immer reicher und mächtiger werden ließ. Die tonangebenden Krisenpolitiker handeln nach dem Motto, dass alles sich ändern muss, damit alles bleiben kann wie es ist.Dabei radikalisieren sie den Neoliberalismus, dessen Rezepte maßgeblich zum Entstehen der Krise beigetragen haben. Aber der Umbau Europas ist weder abgeschlossen noch unangefochten. Der dominante Kurs hat geradewegs in die Rezession geführt, die soziale Spaltung verschärft und das politische System instabiler werden lassen. So könnte das Scheitern der Revolution von oben die Geburtsstunde eines »sozialen Europas« sein – oder gar jener »wahren Demokratie«, die in den Zeltstädten auf Europas Plätzen gefordert wird.Steffen Vogel, geboren 1978 in Siegen, studierte Sozialwissenschaften in Bonn und Berlin. Von 2005 bis 2008 war er Redakteur der Wochenzeitung Der Freitag. Steffen Vogel lebt als freier Autor in Berlin und promoviert an der Humboldt-Universität.

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Wenn die Toten erwachen
Wenn die Toten erwachen. Die Riots in England Laika DiskursISBN 978-3-942281-23-2Erschienen März 2012184 SeitenIm August 2011 standen in London-Tottenham – wie in den Pariser Banlieus einige Jahre zuvor – ganze Straßenzüge in Flammen. Die Medien reagierten hier wie dort mit den Verdikten Mob und Pöbel zur Kennzeichnung derjenigen, die angesichts ihrer persönlichen Perspektivlosigkeit nur noch die Perspektive des Amoks entwickeln konnten, um ihrer Lage Ausdruck zu verleihen.Der Begriff Mob ist aus dem lateinischen mobile vulgus = unkontrollierbare Voksmenge entlehnt, so wie Pöbel aus dem lateinischen pobulus das gemeine Volk bezeichnet. Dieser – bar jeder Denunziation sich verstehende – Mob, dem man die Sprache genommen und die Hoffnung auf ein anderes, besseres Leben gestohlen hat, reagierte nun mit unmittelbarer Gewalt. Die Tragik liegt nicht in dieser Äußerung der Gewalt, sondern im Ort an dem sie sich vollzog. Nicht Chelsea, Belgravia und die City of London standen in Flammen, sondern die zu Slums verkommenen Quartiere der Verelendeten selbst. Die Freude über den Götterfunken war verfrüht, denn er hatte seinen Ort noch nicht gefunden. Das könnte bald anders  werden, denn die schweigende Mehrheit in ganz Europa bekommt allmählich einen Begriff ihrer tatsächlichen Lage.Zwar hat die französische wie englische Bourgeoisie mit drakonischer Verfolgung und ebensolchen Strafen auf dieses  kurze Aufflackern einer noch sprach- und ziellosen Revolte reagiert, der Funke in den Metropolen Europas glimmt jedoch noch und kann schon bald zu einem Flächenbrand werden, der die Kathedralen des Kapitals nicht nur in London zu leuchtenden Fackeln macht. zu den Autoren:Einige der Autoren dieses Bandes haben Namen oder sind, wie Slavoj Žižek, von politischer Bekanntheit; andere bleiben anonym. Allen ist die Überzeugung gemeinsam, daß die Destruktivität nicht bei denen beginnt, die sich gegen ihr gesellschaftlich aufoktroyiertes Lebensunglück aufbäumen, sondern in den Zwängen des kapitalistischen Systems begründet ist.

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Werner Seppmann: Ästhetik der Unterwerfung
Werner Seppmann: Ästhetik der Unterwerfung. Das Beispiel Documenta. Laika Diskurs ISBN 978-3-942281-46-1Erschienen März 2013248 Seiten Noch immer gilt die Documenta, deren 13. Auflage im Sommer 2012 in Kassel stattfand, als das weltweit führende Ausstellungs-Ereignis für Moderne Kunst. Gleichzeitig hält das Documenta-Management den Anspruch aufrecht, einen repräsentativen Überblick über das globale Kunstschaffen zu bieten und ausschließlich Kunst »allerhöchsten Ranges« zu präsentieren. Tatsächlich hat die Documenta in ihrer 60-jährigen Geschichte eine prägende Rolle bei der Durchsetzung eines weltabgewandten Modernismus und der Durchsetzung einer Event-Kultur gespielt. Eine Manipulations- und Formierungstendenz war seit ihren Anfängen ein prägendes Merkmal. Die Beiträge des Bandes gehören zu den wenigen, die sich kritisch mit der Documenta auseinandersetzen. Für die Autoren ist die Documenta 13 Anlass, nach dem spezifi schen Charakter zeitgenössischer Kunst und den Bedingungen der Kunstproduktion im Zeichen einer manifesten sozio-kulturellen Krisensituation zu fragen. Angesichts seines hegemonialen Charakters wird nach der ideologischen Rolle gefragt, die der ästhetische Modernismus spielt. Es geht um das aktuelle Verhältnis von Kunst und Gesellschaft und um die Frage, welche theoretischen Kriterien für die Bewertung von Kunst zur Verfügung stehen. Die Beiträge des Bandes argumentieren vehement gegen die Trivialisierung von Kunst und ihre Vereinnahmung für irrationalistische Weltanschauungsbedürfnisse, die prägende Merkmale der Documenta-Inszenierung 2012 gewesen sind.

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