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A.G. Schwarz/Tasos Sagris/Void Network (Hg.): Wir sind ein Bild der Zukunft
A.G. Schwarz/Tasos Sagris/Void Network (Hg.): Wir sind ein Bild der ZukunftEdition Provo Band 1 ISBN: 978-3-942281-82-9 Erschienen Oktober 2010 366 Seiten, zahlreiche Bilder, Paperback »Die Straße hat ihre eigene Geschichte. Sie braucht keine Historiker, keine Intellektuellen oder Soziologen, die in ihrem Namen sprechen. Niemand kann die Geschichte des Dezember 2008 schreiben und wir versichern dir, dass ein derartiges Projekt jenseits unserer Möglichkeiten und Absichten liegt.« Im Winter 2008 durchbrachen Unruhen und Aufruhr den Alltag in Griechenland. Es war mehr als ein Protest gegen Staat und Kapital. Die Intensität der Krawalle war außergewöhnlich genauso wie die Solidarität und Organisation der Revoltierenden. Was brachte erst Athen und dann das ganze Land zum Explodieren? Antworten auf diese Frage sucht das Buch "Wir sind ein Bild der Zukunft - auf der Straße schreiben wir Geschichte". "Genau wie wir über keine offizielle Geschichte der Pariser Kommune oder der Spanischen Revolution verfügen, ist dies hier nicht die Geschichte des griechischen Aufstands. Durch Fragmente, Gerüchte, Mythen und Erzählungen findet diese soziale Revolte ihren direkten Weg in die Herzen und Köpfe der Menschen der Zukunft." Das Buch schildert die Erschießung eines Athener Jugendlichen durch einen Polizisten im Dezember 2008 – und wie aus der Wut darüber Aufruhr wurde. Es enthält Interviews mit ZeugInnen und Teilnehmer- Innen der Revolte und Texte, die im Netzwerk der Protestierenden zirkulierten. Zudem thematisiert es die Mythen der DezemberRevolte, die unter vielen AktivistInnen außerhalb Griechenlands kursieren. Der LAIKA-Verlag veröffentlicht die deutsche Übersetzung dieser überfälligen Auseinandersetzung mit der griechischen Revolte in seiner EDITION PROVO.

24,90 €*
Bahij Spiewak: Die Hölle von Gaza
Bahij Spiewak: Die Hölle von GazaEdition Provo Band 13 ISBN 978-3-944233-35-2 Erschienen Frühjahr 2015 152 Seiten 360 Quadratkilometer, 1.800.000 Menschen – das größte Gefängnis des Planeten. Doch damit nicht genug. In den vergangenen sechs Jahren hat die israelische Besatzungsmacht diesen schmalen Landstreifen zweimal angegriffen, Tausende Tote stehen im Ergebnis.  Der Zynismus der Netanjahu-Regierung wird nicht zuletzt daran deutlich, dass die Bevölkerung Gazas jeweils Minuten vor den Flächenbombardements gewarnt wurde, um »sich in Sicherheit zu bringen«. Wohin aber sollen Tausende vonMenschen fliehen, die man eingesperrt hat? Mit Recht bezeichnete der palästinensische Präsident Abbas den jüngsten Angriff Israels vor der UNO als Kriegsverbrechen und Völkermord. Zweidrittel der Opfer der Intervention vom Frühsommer 2014 waren Frauen und Kinder, die mehr als 12.000 Schwerverletztenkonnten zum größten Teil nicht medizinisch versorgt werden,weil Israel auch gezielt Krankenhäuser bombardierte. Dieser Teil Palästinas ist zur sprichwörtlichen Hölle auf Erden geworden. Bahij Spiewaks Report ist ein erschütterndes Dokument des Leidens und des Grauens.   Dr. phil. Bahij Spiewak wurde 1953 in Nablus/Palästina geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Arabistik und promovierte 2011 mit der Dissertation "Die Prinzipiengemeinschaft der Europäischen Union und die Frage des Wertetransfers". Seine Forschungsschwerpunkte sind der Nahe Osten und der arabisch-israelische Konflikt sowie Fragen der europäischen Integration.

11,90 €*
Bambule (Hg.): Das Prinzip Solidarität - Zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD I
 Das Prinzip Solidarität - Zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD I       ISBN: 978-3-942281-33-1 Erschienen 2013 400 Seiten Im Hans-Litten-Archiv online: Archiv aller Zeitungen der Roten Hilfen ab 1970 In den 70er Jahren gab es in der Bundesrepublik und Westberlin etwa hundert Gruppen der Roten Hilfe. Als engagierter Teil einer linksradikalen Fundamentalopposition organisierten sie Teach-ins, medizinische Hilfe und Demonstrationen, studierten das Mietrecht, besuchten Gefangene in den Knästen, schickten ihnen Pakete und besetzten Häuser.  Sie setzen sich mit der Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik auseinander, mit der Polizei und den von der Polizei Erschossenen, mit den gefangenen Tupamaros und mit denen der RAF. Die Rote Hilfe versuchte, an einem zentralen Punkt etwas zu integrieren, was dabei war, auseinander zu streben. Zwischen den Roten Hilfen und den politischen Organisationen ihrer Zeit – der RAF und den anderen bewaffneten Gruppen sowie den beiden maoistischen Parteien KPD/ML und KPD/AO – gab es eine Vielzahl von Debatten und Auseinandersetzungen. Sie gingen nicht immer glücklich aus. Es ist an der Zeit, auch diese Geschichte zu erzählen.

21,00 €*
Bambule (Hg.): Das Prinzip Solidarität - Zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD II
Das Prinzip Solidarität - Zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD II     ISBN: 978-3-942281-49-2 Erschienen 2013 368 Seiten  Im Hans-Litten-Archiv online: Archiv aller Zeitungen der Roten Hilfen ab 1970 In den 70er Jahren gab es in der Bundesrepublik und Westberlin etwa hundert Gruppen der Roten Hilfe. Als engagierter Teil einer linksradikalen Fundamentalopposition organisierten sie Teach-ins, medizinische Hilfe und Demonstrationen, studierten das Mietrecht, besuchten Gefangene in den Knästen, schickten ihnen Pakete und besetzten Häuser.  Sie setzen sich mit der Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik auseinander, mit der Polizei und den von der Polizei Erschossenen, mit den gefangenen Tupamaros und mit denen der RAF. Die Rote Hilfe versuchte, an einem zentralen Punkt etwas zu integrieren, was dabei war, auseinander zu streben. Zwischen den Roten Hilfen und den politischen Organisationen ihrer Zeit – der RAF und den anderen bewaffneten Gruppen sowie den beiden maoistischen Parteien KPD/ML und KPD/AO – gab es eine Vielzahl von Debatten und Auseinandersetzungen. Sie gingen nicht immer glücklich aus. Es ist an der Zeit, auch diese Geschichte zu erzählen.

21,00 €*
Christian Parenti: Im Wendekreis des Chaos
Christian Parenti: Im Wendekreis des Chaos - Klimawandel und die neue Geographie der GewaltEdition Provo Band 6ISBN 978-3-942281-34-8Erschienen Januar 2013296 SeitenEin neues Zeitalter der Klimakriege kommt über uns. Extremwetterlagen, verursacht durch die globale Erwärmung, entfesseln eine Welle aus Angst und Gewalt, die sich über die ganze Erde zieht. Christian Parenti nimmt uns mit an die Gefechtslinien dieser herannahenden Katastrophe: Er reist in die dürregeplagten Wüsten Nordwest-Kenias, in denen schwerbewaff nete Hirtenvölker Kriege um Wasser und Vieh führen; nach Afghanistan, Indien und Pakistan – auch hier schüren globale Umweltveränderungen die Gewalt und den militärischen Konflikt –, in die Slums und Wüsten Brasiliens und Mexikos, wo klimagesteuerte landwirtschaftliche Krisen die Bevölkerung in den Sumpf der städtischen Drogenkriege zwingen. Zuletzt richtet sich Parentis Blick auf die zunehmend militarisierte US-Grenze, an der ein im Chaos versinkender Süden auf die Militärgewalt des Nordens triff t. Parenti analysiert detailliert die direkten Folgen von Klimawandel und Umweltzerstörung in den sogenannten Randgebieten der Industriegesellschaften und zeigt anhand seiner Beispiele überzeugend auf, dass der sukzessive Zusammenbruch dieser »Randgebiete« das industrielle Zentrum bald erreichen wird.Bis vor knapp zwanzig Jahren lebte der Stamm der Turkana friedlich im nordwestlichen Grenzgebiet Kenias in unmittelbarer Nachbarschaft zum ugandischen Stamm der Pokot. Seither jedoch haben sich die Lebensbedingungen der beiden Stämme grundlegend verändert. Die Böden sind ausgetrocknet, die wenigen Wasserquellen versiegt; Getreide kann nicht mehr angebaut und das Vieh nicht mehr getränkt werden. Die unmittelbaren Folgen des weltweiten Klimawandels haben in diesem Mikrokosmos zu einem mörderischen Konflikt um das täglich Überleben geführt.Christian Parenti leitet aus diesem Mikrokosmos die Ursachen für die zunehmenden militärischen Konflikte auf der Makroebene ab. Kriege um Wasser, fruchtbare Böden und die damit verbundenen Chancen des Überlebens sind das Menetekel der unmittelbaren Zukunft großer Teile des Planeten. Parenti analysiert detailliert die direkten Folgen von Klimawandel und Umweltzerstörung in den sogenannten Randgebieten der Industriegesellschaften und zeigt anhand seiner Beispiele überzeugend auf, dass der sukzessive Zusammenbruch eben dieser »Randgebiete« das industrielle Zentrum bald erreichen wird. Christian Parenti ist ein in den USA bekannter investigativer Journalist. Er schrieb zahlreiche Bücher, u.a. über die Folgen des »Kriegs gegen den Terror« für die moderne US-amerikanische Gesellschaft und über die Besetzung des Irak. Er berichtet aus Afghanistan, Irak, Bolivien, von der Elfenbeinküste und aus China. Seine Beiträge erscheinen in The Nation und vielen anderen Medien.

19,90 €*
Dan Berger: Kampf im Herzen der Bestie
Dan Berger: Kampf im Herzen der BestieEdition Provo Band 3 ISBN 978-3-942281-89-8Erschienen Juni 2011384 SeitenMilitanter, bewaffneter Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse war in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts nicht beschränkt auf Befreiungsbewegungen in der damals sogenannten Dritten Welt. Im weltweiten Klima von Revolte und Befreiung wurde auch die linke Praxis in den Metropolen militant.Im linken Bewusstsein dieser Jahre waren die USA weltweit das imperialistische Zentrum – und produzierte auch dort zahllose militante und bewaff nete Aktionen, besonders bekannt durch die amerikanische Stadtguerillagruppe „Weather Underground“. Sie verstand ihren revolutionären Kampf als den im „Herzen der Bestie“.Einer ihrer Aktivisten David Gilbert, verurteilt zu lebenslänglichem Zuchthaus, schreibt: „Wir kamen aus der Bürgerrechtsbewegung, wir wurden in den Südstaaten zusammengeschlagen weil wir gegen den Rassismus demonstrierten; wir protestierten mit Teach-Ins und Sit-Ins gegen den Vietnamkrieg und wurden verhaftet und verprügelt weil wir die amerikanische Verfassung ernst nahmen. Unser Protest blieb wirkungslos. Dann kam der Schritt vom Protest zum Widerstand, für uns ein logischer und konsequenter Weg, auch wenn unser Kampf gescheitert ist“.Heute, vierzig Jahre später, ist die Geschichte des „Weather Underground“ erneut Gegenstand der aktuellen Diskussion der amerikanischen Linken. Dan Bergers Buch ist weniger historische Chronologie als vielmehr politische Analyse des militanten antikapitalistischen Kampfes vor dem Hintergrund jüngster amerikanischer Politik. Wer die Geschichte und aktuelle Situation der US-amerikanischen Linken verstehen will, für den ist Dan Bergers Buch eine notwendige Lektüre. Dan Berger forscht an der Universität Pennsylvania mit dem Schwerpunkt soziale Bewegungen in der jüngeren amerikanischen Geschichte. Autor von „Outlaws of America - The Weather Underground und die Politik der Solidarität“ (2006). Veröffentlichungen in zahlreichen renommierten wissenschaftlichen Magazinen und Zeitungen.

19,90 €*
Dimitris Psarras: Neofaschisten in Griechenland
Dimitris Psarras: Neofaschisten in Griechenland - Die Partei Chrysi AvgiEdition Provo Band 10ISBN 978-3-944233-07-9Erschienen März 2014224 SeitenDie schmerzhafteste Folge der vielseitigen griechischen Krise ist unzweifelhaft der triumphale Einzug einer offen faschistischen Partei ins Parlament. Seit der Ermordung des linken Rappers Pavlos Fyssas durch ein Mitglied der Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) hat sich das Klima für die Rechtsextremen zwar geändert: Mitglieder wurden verhaftet, die staatliche finanzielle Förderung gestrichen und die Regierung erwägt sogar ein Verbot. Doch auch wenn Politik und Justiz nun endlich zu handeln scheinen – die Konsequenzen sind offen, und das Buch von Dimitris Psarras, seine darin aufgeworfenen Fragen und vorgenommenen Analysen bleiben hochaktuell.»Wie sind wir Griechen dorthin gelangt? Wie wurde plötzlich der Sack des Aiolos geöffnet und die bis vor wenigen Jahren diskreditierte und marginale extreme Rechte in die Lage versetzt, heute die politische Tagesordnung zu gestalten? Wie konnten wir die Diktatur vergessen? Und wie können wir in Griechenland, wo die überwiegende Mehrheit der jüdischen Mitbürger in den Konzentrationslagern umgebracht wurde, die Leugnung des Holocaust tolerieren?«Mit dem vorliegenden Band will der erfahrene Journalist Dimitris Psarras diese Fragen beantworten. In den Texten, den Symbolen und insbesondere in der Praxis der Chrysi Avgi lassen sich die Gründe aufspüren, die das Wiederauftauchen von »Sturmtruppen« in einem europäischen Land ermöglicht haben. Dimitris Psarras zeigt aber auch Ansätze auf, wie der Absturz in die Barbarei aufgehalten werden kann. Dimitris Psarras, 1953 in Athen geboren, ist Mitglied der Recherchegruppe »Ios« (Virus), die viel zum Entstehen des Buches beigetragen hat. Von 1990 bis zum Juni 2012 war Dimitris Psarras als Journalist für die griechische linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia (Pressefreiheit) tätig. Seit November 2013 schreibt er für die vom Zeitungskollektiv in einer Genossenschaft herausgegebene Efimerida ton Syntakton (Zeitung der Redakteure).Neofaschisten in Griechenland – Die Partei Chrysi Avgi (die griechische Originalausgabe erschien 2012 unter den Titel I mavri vivlos tis Chrysis Avgis) ist bereits das zweite Werk, in dem sich Psarras mit den Aktivitäten ultrarechter Organisationen in Griechenland beschäftigt. Schon 2010 gab der Athener Verlag Alexandria seine Studie Die heimliche Hand von Karatzaferis. Die mediale Auferstehung des griechischen Rechtsextremismus heraus.

19,00 €*
Medea Benjamin: Drohnenkrieg
Medea Benjamin: Drohnenkrieg – Tod aus heiterem HimmelEdition Provo Band 9ISBN 978-3-944233-05-5Erschienen Oktober 2013208 SeitenSie sind klein wie Insekten oder groß wie ein Passagierflugzeug – die »unmanned aerial vehicles« oder kurz Drohnen genannten neuesten Waffen. Ob zur Überwachung und Ausspähung oder zum gezielten Töten eingesetzt, die neueste Waffe der Rüstungsindustrie verspricht nicht nur Milliardengewinne in nächster Zukunft, sie wird auch militärische Auseinandersetzungen zwischen Staaten und die sogenannte »Aufstandsbekämpfung« fundamental verändern. Angepriesen als zielgenaue Waffe gegen »Terroristen«, zeigt der Einsatz von Drohnen in Afghanistan, Pakistan, dem Irak und auch in Gaza und den von Israel besetzten Gebieten, dass auch diese Waffe nicht zwischen vermeintlichem Gegner und unschuldigen Zivilisten unterscheidet – bis heute starben rund viertausend Menschen bei Drohnen-Einsätzen die vorgeblich der »Ausschaltung« von Einzeltätern galten.Die Spezialisten in den klimatisierten Einsatzzentralen der USA und Israels fällen ihre Entscheidung zur Hinrichtung durch Drohnen am Monitor, ihre Kommandostützpunkte sind Hunderte oder Tausende Kilometer vom Zielort der Hellfire-Raketen entfernt. Wer da in einem Basar von Peshawar pulverisiert wird, auf einer staubigen Piste im Gaza-Streifen verbrennt, ob es sich tatsächlich um »den Gegner« oder nur um einen Marktbesucher oder Bauern gehandelt hat, lässt sich anschließend nicht mehr sagen. Die Tötung mit dem Joy-Stick ist jedoch nur die letzte Konsequenz einer Militarisierung des Lebens in unseren Gesellschaften. Dieser Krieg beginnt bei flächendeckender Ausspähung durch Drohnen, minutiöser Dokumentation von Protestaktionen sei es bei Occupy in New York oder Blockupy in Frankfurt. Der Schritt vom Einsatz von Überwachungsdrohnen zu bewaffneten UAVs (unmanned aerial vehicle) – ob mit Raketen, Tränengasgranaten oder Gummigeschossen – wird mit jedem Tag kleiner. Ein Verbot militärischer und polizeilicher Drohnen ist deshalb für uns alle eine Lebensversicherung.Medea Benjamin, geboren am 10. September 1952 in Long Island (New York), studierte an der Columbia-Universität Wirtschaftswissenschaften und Gesundheitswesen. Nach ihrem akademischen Abschluss arbeitete sie zehn Jahre für die Weltgesundheitsorganisation und die UN in Lateinamerika. Vier Jahre lebte sie in Kuba und veröffentlichte drei Bücher über das Land. Medea Benjamin und ihr Mann Kevin Danaher sind seit Ende der achtziger Jahre im Aktivisten-Netzwerk der Bay-Area in San Francisco aktiv. Dort gehören sie zu den Gründern von Global Exchange, einer heute internationalen Organisation für fairen Handel, und der antimilitaristischen Gruppe Code Pink. Medea Benjamin ist auch eine der Initiatorinnen der Gaza-Solidaritätsflotte, sie wurde 2005 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Seit 2009 ist einer ihrer Schwerpunkte die Mobilisierung gegen den zunehmenden Einsatz militärischer Drohnen. Ihr Buch Drohnenkrieg – Tod aus heiterem Himmel (Drone Warfare – Killing by Remote Control) erschien Ende 2012 in den USA.

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Mustafa Bayoumi (Hg.): Mitternacht auf der Mavi Marmara
Mustafa Bayoumi (Hg.): Mitternacht auf der Mavi MarmaraEdition Provo Band 2ISBN: 978-3-942281-88-1Erschienen März 2011362 Seiten»Wir sind in internationalen Gewässern angegriffen worden – die Israelis haben sich wie Piraten verhalten […] Als sie begannen, das Schiff Richtung Israel zu lenken, war das eine Entführung! Die ganze Aktion ist illegal!« – Henning Mankell, an Bord des Gaza Solidaritäts Konvois. Östliches Mittelmeer, am Montag den 31. Mai 2010, 4:30 Uhr: Israelische Kommandos, vom Wasser und aus der Luft kommend, greifen im internationalem Gewässer die sechs Boote der Gaza- Flottille an, die sich auf dem Weg zum belagerten Gaza befand, um die dortige Bevölkerung mit humanitären Hilfsgütern zu versorgen. Beim Sturm auf die Schiffe werden innerhalb weniger Minuten neun Aktivisten der international organisierten Solidaritätsaktion von der israelischen Armee erschossen und viele andere verletzt. Die 700 Menschen an Bord der Schiffe werden festgenommen, nach Israel in Gefangenenlager verbracht und später abgeschoben. Zuvor werden ihnen alle dokumentarischen Aufnahmen über die Militäraktion abgenommen und nicht mehr ausgehändigt. Die israelische Armee versucht damit, das öffentliche Bild über die Aktion zu kontrollieren. Innerhalb von Stunden findet der Angriff der IDF (Israel Defense Forces) ein empörtes Echo in der Welt. Spontane Demonstrationen in Europa, in den Vereinigten Staaten, in der Türkei und ebenso in Gaza verurteilen den Überfall. Der türkische Ministerpräsident beschreibt es als „Blutbad“ und „Staatsterrorismus.“ Libanons Ministerpräsident nennt es einen „gefährlichen und verrückten Schritt, der die Spannungen in der Region verschärfen wird“.In diesem Buch berichten Teilnehmer und Journalisten von den Ereignissen der Nacht im Mai und verknüpfen sie mit ihrer Einordnung der dreijährigen Blockade des Gazastreifens sowie des jahrzehntelangen Konflikts zwischen Israel und Palästina.Mit Texten vonNoam Chomsky, Sümeyye Ertekin, Norman Finkelstein, Neve Gordon, Glenn Greenwald, Arun Gupta, Amira Hass, Henning Mankell, Paul Larudee, Gideon Levy, Lubna Masarwa, Ken O’Keefe, Daniel Luban, Kevin Ovenden, Ilan Pappé, Henry Siegman, Ahdaf Soueif, Richard OriginalbuchOriginaltitel: "Midnight on the Mavi Marmara", ORBooks, 2010

19,90 €*
Norman Finkelstein: Methode und Wahnsinn
Norman Finkelstein: Methode und WahnsinnEdition Provo Band 14ISBN: 978-3-944233-62-8Erschienen im März 2016152 SeitenIn den vergangenen sieben Jahren hat die israelische Armee den Gaza-Streifen dreimal angegriffen.»Operation Gegossenes Blei« (2008/2009), »Operation Säule der Verteidigung« (2012) und »Operation Fels in der Brandung« (2014) kosteten fast viertausend Palästinensern das Leben, Tausende wurden schwer verletzt. Der Gaza-Streifen ist bis heute ein Trümmerfeld, und die UN erklärte, spätestens 2020 sei dieses größte Freiluftgefängnis des Planeten unbewohnbar.Die von der internationalen Gemeinschaft und der EU versprochenen Hilfsgelder für den Wiederaufbau und die notwendige Versorgung der BewohnerInnen des Gaza-Streifens blieben bis heute aus. Norman Finkelstein untersucht in seinem jüngsten Buch die Methodik israelischer Politik in Bezug auf Gaza und das Westjordanland und weist detailliert nach, dass die Angriffe nicht der Selbstverteidigung des Staates Israel dienten, sondern Bausteine einer strategischen Planung zur Zerstörung Gazas und der Verhinderung eines souveränen Staates Palästina sind. Die von der UN seit Jahrzehnten eingeforderte Zwei-Staaten-Lösung wird dadurch zur Fiktion. Belohnt wird die Politik Israels am Ende des Jahres 2015 mit nahezu einer Verdopplung amerikanischer Militärhilfe für Benjamin Netanjahus Regierung. Insoweit ist Finkelsteins Verweis auf Shakespeares Hamlet »Ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode« die treffende Beschreibung der politischen Realität.Aus dem Englischen übersetzt von Maren Hackmann-Mahajan Norman G. Finkelstein, geboren 1953, studierte Politologie an der Universität Princeton. Er lehrte unter anderem an der New York University, am Hunter College und an der DePaul University in Chicago. Norman Finkelstein ist Autor mehrerer Bücher zum Themenkomplex Zionismus, Nahostkonflikt und Holocaust-Gedenken. Zahlreiche seiner Werke sind in deutscher Sprache erschienen, darunter Israels Invasion in Gaza (2011), Antisemitismus als politische Waffe. Israel, Amerika und der Missbrauch der Geschichte (2006) und Die Holocaustindustrie. Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird (2001). Finkelstein lebt in Brooklyn, New York.

19,00 €*
Saree Makdisi: Palästina - Innenansichten einer Belagerung
Saree Makdisi: Palästina - Innenansichten einer BelagerungEdition Provo Band 4ISBN: 978-3-942281-90-4Erschienen September 2011420 SeitenSaree Makdisi belegt anhand bisher unveröffentlichter Dokumente aus den israelischen Militärarchiven und anhand der minutiösen Dokumentation der Fragmentierung palästinensischer Gebiete seine Sicht, dass eine Zweistaatenlösung längst illusorisch geworden ist. Makdisi sieht als einzige realistische Alternative einen multiethnischen, demokratischen Staat.Saree Makdisis Buch ist keine Schilderung des Widerstandes gegen die israelische Besatzungs- politik, sondern eine minutiöse Bestandsaufnahme des alltäglichen Belagerungszustandes. Zu Wort kommen die Opfer der Besatzungspolitik – Bauern, Hirten und Hausfrauen aus den besetzten Gebieten – und es wird die alltägliche Schikane durch Behörden, Militär und Polizei geschildert. Begreifbar wird durch diesen Report, dass ein normales Leben weder in der Westbank noch im Gaza-Streifen möglich ist. Die täglichen Erniedrigungen, Misshandlungen und gewaltsamen Übergriffe der Besatzungsbehörden und Militärs berauben die Menschen in Palästina ihrer Würde und Menschenrechte, machen sie zu Objekten einer unberechenbaren Willkürherrschaft. Ziel dieser Politik ist es, den Widerstands- willen eines ganzen Volkes zu brechen.Saree Makdisis Buch, nominiert für den „Humanitarian Book Award“, wurde vom amerikanischen Ex-Präsidenten Jimmy Carter als „eines der wichtigsten und besten Bücher der letzten Jahre zum Nahost- Konflikt“ bezeichnet. Saree Makdisi, Professor für englische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaft an der UCLA in Los Angeles, ein Neffe des 2003 verstorbenen Harvard-Professors Edward Said, legt mit Palästina – Innenansichten einer Belagerung keine neue Chronik israelischer Besatzungspolitik seit 1948 vor, sondern eine detaillierte Untersuchung des alltäglichen Lebens der Menschen, die einem auf Militärrepression gegründeten kolonialen Besatzungsregime ausgesetzt sind.

21,00 €*
Stuart Price: Fesseln spürt, wer sich bewegt
Stuart Price: Fesseln spürt, wer sich bewegt - Überwachung, Repression und Verfolgung im neoliberalen StaatEdition Provo Band 5ISBN 978-3-942281-00-3Erschienen März 2012368 SeitenDie Sicherheitsphilosophie der europäischen Staatsschutz- organe postuliert eine permanente »Gefährdungslage«. Operativ reagieren diese auf ihre eigenen Postulate mit flächen- deckender Überwachung, Erstellung lückenloser Bewegungsprofile und Sammlung unzähliger personenbezogener Daten – ob Konsum- verhalten, Telefonverkehr oder Internetnutzung. Der Feindbegriff wird auf das Potentielle, das nicht Angepasste, das Eigenständige erweitert. Die Erweiterung des Feindbegriffs wird begleitet von einer permanenten Militarisierung der Polizei, in der die  Grenze zwischen sich und dem traditionellen Militär – als Beispiel Genua 2001 – letztlich auflöst ist.Die verinnerlichte Funktionsstrukturierung für die bestehende Wirtschafts- und Sozialordnung ist der Bezugspunkt des Sicherheitsstaats; nur im Funktionieren für das System ist der Mensch kein politischer Feind.  Gegenüber dem Insistieren des Subjekts auf individuelle und kollektive Autonomie und der strukturellen Schaffung ihrer gesellschaftlichen Bedingung muß der Sicherheitsstaat terroristisch werden.Wenn wir gegen diese Entwicklung keinen Widerstand leisten, werden wir uns bald in einem wahnwitzigen, totalitären europäischen Sicherheitsstaat als Gefangene einer machtgestützten, um sich schlagenden Normalität von Verwertung und Anpassung wiederfinden. Stuart Price ist wissenschaftler Mitarbeiter der Abteilung Medien, Film und Journalismus der De Montfort Universität in Grossbritannien. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist neben Film und Kulturanalys, die Untersuchung staatlicher Formierungstendenzen – der sogenannten Sicherheitsarchitektur – im Neoliberalismus. Dr. Stuart Price ist neben zahlreichen wissenschatlichen Veröffentlichungen Autor von Discourse Power Adress (2007), sowie Brute Reality (2010). Seine jüngste Arbeit Fesseln spürt, wer sich bewegt (Worst Case Scenario) ist eine detaillierte Untersuchung der Strategie »innerer Sicherheit« wie wir sie seit dem 11. September 2001 erleben. Mit Texten vonStuart Price; Rolf Gössner, Ulla Jelpke und Heinz-Jürgen SchneiderOriginalbuchOrginaltitel: Stuart Price: Worst-Case Scenario?: Governance, Mediation and the Security Regime bei Zed Books Ltd, London 2011

21,00 €*
Vladimo Giacché: Anschluss – Die deutsche Vereinigung und die Zukunft Europas
Vladimo Giacché: Anschluss – Die deutsche Vereinigung und die Zukunft EuropasEdition Provo Band 12Erschienen August 2014, ISBN 978-3-944233-26-0, 168 SeitenNoch heute, ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Berliner Mauer, ist die wirtschaftliche und soziale Differenz zwischen den beiden Teilen Deutschlands alles andere als überwunden – und dies trotz massiver Transferzahlungen aus den Kassen der Bundesregierung und der EU.In einer gründlichen Untersuchung, basierend auf offiziellen Daten und Zeugnissen der wichtigsten Akteure, zeigt der italienische Ökonom Vladimiro Giacché, wie die deutsche Vereinigungzur fast völligen Deindustralisierung der früheren DDR, dem Verlust von Millionen Arbeitsplätzen und einer bis heute andauernden Massenauswanderung nach Westdeutschland geführt hat.Und er weist nach, dass diese Folgen der Vereinigung keineswegs zwangsläufig waren – sondern Ergebnis bewusster, interessengeleiteter Entscheidungen, beginnend mit der Währungsunion, der überstürzten Einführung der D-Mark in der DDR.Ähnliche Konsequenzen zeitigt heute in den »peripheren« Mitgliedsstaaten der EU die Einführung des Euro ohne hinreichendeÜbereinstimmung zwischen den beteiligten Volkswirtschaften und ohne gemeinsame Wirtschaftspolitik. Deshalb endet Giacchés Buch mit einer eingehenden Prüfung der Frage, welche Lehren das heutige Europa aus dem deutschen Geschehen der 90er-Jahre ziehen kann. Vladimiro Giacché, Dr. phil., geb. 1963 in La Spezia. Studium an den Universitäten von Pisa und Bochum. Zahlreiche Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen zu philosophischen und ökonomischen Fragen. Auf Deutsch zuletzt: Titanic Europa. Geschichte einer Krise (2013).

22,00 €*
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