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Alexander Goeb: Das Kambodscha Drama
Alexander Goeb: Das Kambodscha Drama   ISBN: 978-3-944233-50-5 Erschienen Februar 2016 464 Seiten Sie wollten eine Revolution anführen gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und feudale Strukturen. Eine Vision, die in einen Albtraum führte. Der Autor legt erstmals eine Gesamtschau des Entstehens, der Praxis und des Endes der Rote-Khmer-Bewegung in Kambodscha vor. Er beschreibt die ideologischen Hintergründe, die Vorbereitung der Machtübernahme und die Praxis einer staatlichen Terrorherrschaft , die von 1975 bis 1979 über zwei Millionen Tote forderte und ein zerstörtes Land hinterließ. Goeb belegt in seinem Buch, dass ohne den CIA-gesteuerten Putsch gegen den damaligen Staatschef Sihanouk, die Bombardements der US-Airforce und die Einflussnahme Chinas der Genozid nicht möglich gewesen wäre. Der Kalte Krieg sorgte dafür, dass die UNO eher die Roten Khmer als UN-Vertretung akzeptierten als die neue Regierung Kambodschas. Sie galt als Vasallenregime Vietnams. Ausführlich wird der viele Jahre andauernde Kampf beschrieben, die Verbrechen der Pol-Pot-Zeit vor Gericht zu bringen. Alexander Goeb unternahm von 1979 bis 2012 zahlreiche Reisen nach Kambodscha. Er war 1979 der einzige westdeutsche Berichterstatter, der an dem damals in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh stattfindenden ersten Tribunal gegen die abwesenden Rote-Khmer-Führer Pol Pot und Ieng Sary als journalistischer Beobachter teilnahm.   Alexander Goeb wurde 1940 geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Verlagskaufmann. Nach einem Redaktionsvolontariat bei Der Mittag war er 20 Jahre lang Redakteur verschiedener Zeitungen und Zeitschriften, u. a. bei Der Mittag, Express, Konkret, Deutsche Volkszeitung. Ab 1984 war er freier Reporter und Autor u. a. von Radiofeature-Produktionen für die ARD und von Zeitungsreportagen für Frankfurter Rundschau und Neue Zürcher Zeitung. Zu den Auszeichnungen für seine Arbeit zählen der Geisendörfer-Preis für Hörfunk 1993 und der Egon-Erwin-Kisch Preis 1978. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, darunter Kambodscha – Reisen in einem traumatisierten Land und Vann Nath – Ich malte um mein Leben (Hrsg.) 2008 gestaltete er in Zusammenarbeit mit dem Fotografen und Mediengestalter Günay Ulutuncok die Foto/Text-Ausstellung Das Kambodscha-Desaster mit Fotos der Gemälde Vann Naths und des Fotografen Heng Sinith. Mit Texten von Helen Jarvis, John B. Quigley und Silke Studzinsky

24,00 €*
Asa Winstanley/Frank Barat (Hg.): Russell Tribunal Palästina
 Russell Tribunal Palästina       ISBN: 978-3-942281-07-2 Erschienen Oktober 2011 704 Seiten Die Russell Peace Foundation wurde 1963 nach einjähriger Vorbereitung gegründet, um der Arbeit Bertrand Russells für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eine institutionelle Basis zu geben. Drei Jahre später fand das erste Internationale Russell-Tribunal zur Untersuchung amerikanischer Kriegsverbrechen in Vietnam statt. Verantwortliche Initiatoren waren Bertrand Russell, Jean-Paul Sartre, Wolfgang Abendroth, Günther Anders, James Baldwin, Julio Cortázar, Tariq Ali und Peter Weiss, um nur einige zu nennen.  Das Russell-Tribunal entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer internationalen Institution zur Untersuchung von Kriegsverbrechen und Verstößen gegen Men schenrechte. Nach den Tribunalen zu Vietnam, Berufsverboten in Deutschland, der Situation nordamerikanischer Indianer, dem Pinochet-Putsch in Chile und den Kriegsverbrechen in Irak ist das Tribunal zu Palästina nun das sechste Internationale Russell-Tribunal. Das Russell-Tribunal zu Palästina ist eine internationale Nicht- Regierungsorganisation (NGO), die sich für die Ahndung von Völkerrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vonseiten des Staates Israel gegenüber dem palästinensischen Volk einsetzt. Dieses sechste Internationale Russell-Tribunal wurde im März 2009 als Reaktion auf die israelische Militärintervention in Gaza initiiert und lehnt sich in seiner Arbeitsweise und Zielsetzung an das erste Russell-Tribunal zur Untersuchung amerikanischer Kriegsverbrechen in Vietnam an. Die Komiteegründer Ken Coates † (Vorsitzender der Russell Peace Foundation), Nurit Peled-Elhanan (Professorin an der Hebräischen Universität Jerusalem) und Leila Shalid (derzeitige palästinensische Europagesandte) leiten das Tribunal. Die Namensliste der Komiteemitglieder zur Unterstützung des Russell-Tribunals zu Palästina reicht von Andreas van Agt (ehemaliger holländischer Premierminister), Tariq Ali, Boutros Boutros-Ghali (ehemaliger Generalsekretär der UNO), Étienne Balibar, Russell Banks, Tony Benn, Breyten Breytenbach, Judith Butler, Ernesto Cardenal, Noam Chomsky, Julie Christie, Norman Finkelstein, Eduardo Galeano, Johan Galtung, Constantin Costa-Gavras, Neve Gordon, Jeff Halper, Naomi Klein, Felicia Langer, Mike Leigh, Ken Loach, Ilan Pappe, Vandana Shiva, Alice Walker, Betty Williams, Jody Williams bis zu Jean Ziegler und Howard Zinn. Dies ist ein kleiner Ausschnitt der internationalen Unterstützer, er zeigt jedoch, welch breites politisches Spektrum das Tribunal repräsentiert. Das erste Tribunal tagte vom 1. Bis 3. März 2010 in Barcelona, die zweite Sitzung fand vom 20. bis 22. November 2010 in London statt. Weitere werden in Südafrika und den USA folgen.   Der Laika-Verlag veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Russell Peace Foundation und dem englischen Verlag Pluto Press die Ergebnisse des Russell-Tribunals zu Palästina. Mit Texten von Asa Winstanley, Frank Barat und Alice Walker

39,90 €*
Chris Harman: Wer baute das siebentorige Theben – Band 1: Frühzeit bis 17. Jahrhundert
Wer baute das siebentorige Theben - Wie Menschen ihre Geschichte machenBand 1: Frühzeit bis 17. JahrhundertErschienen zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2016396 SeitenISBN 978-3-944233-37-6Die von dem britischen Marxisten Chris Harman zur Jahrtausendwende verfasste Menschheitsgeschichte – beginnend mit den urkommunistischen Gesellschaften und der neolithischen Revolution bis zum Jahr 2000 fortschreitend – ist eine beeindruckende und zugängliche Erzählung über die Entstehung und die Bewegungen zur Überwindung von Klassengesellschaften.Es handelt sich im wahrsten Sinne um eine Weltgeschichte, in der Harman dem üblichen Eurozentrismus widersteht und den Bogen von Mesopotamien und Mesoamerika über Asien bis Europa spannt und gerade auch die Ähnlichkeit der jeweiligen Entwicklungen aufzeigt. Dies geschieht auf der Grundlage eines methodischen Ansatzes, der danach fragt, wie Gesellschaft durch das Zusammenwirken von technischer Entwicklung, neuen Formen der Arbeitsteilung, Klassenstrukturen und Klassenkämpfen geprägt wird.In Harmans Weltgeschichte sind nicht »große Männer« wie Könige, Staatsmänner, Religionsstifter oder Philosophen die Triebkräfte der Geschichte, sondern herrschende und beherrschte Klassen. All dies ist eingebettet in eine breite Ideen- und Kulturgeschichte, die das hinduistische Verbot des Verzehrs von Rindern wie die Kunst der Renaissance oder die Filme Charlie Chaplins einschließt. Aus dem Englischen von Rosemarie NünningChris Harman, geboren 1942, war aktives Mitglied der Socialist Workers Partyin Großbritannien und Herausgeber verschiedener Parteipublikationen. Er verfasste eine Vielzahl von Büchern, von denen auf Deutsch Die verlorene Revolution: Deutschland 1918–23, 1968 – Eine Welt in Aufruhrund Der Irrsinn der Marktwirtschaft erschienen. Er starb im Herbst 2009.

28,00 €*
Chris Harman: Wer baute das siebentorige Theben – Band 2: Das 18. und 19. Jahrhundert
Wer baute das siebentorige Theben Band 2Das 18. und 19. JahrhundertErschienen zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2016240 SeitenISBN 978-3-944233-37-6Die von dem britischen Marxisten Chris Harman zur Jahrtausendwende verfasste Menschheitsgeschichte – beginnend mit den urkommunistischen Gesellschaften und der neolithischen Revolution bis zum Jahr 2000 fortschreitend – ist eine beeindruckende und zugängliche Erzählung über die Entstehung und die Bewegungen zur Überwindung von Klassengesellschaften.Es handelt sich im wahrsten Sinne um eine Weltgeschichte, in der Harman dem üblichen Eurozentrismus widersteht und den Bogen von Mesopotamien und Mesoamerika über Asien bis Europa spannt und gerade auch die Ähnlichkeit der jeweiligen Entwicklungen aufzeigt. Dies geschieht auf der Grundlage eines methodischen Ansatzes, der danach fragt, wie Gesellschaft durch das Zusammenwirken von technischer Entwicklung, neuen Formen der Arbeitsteilung, Klassenstrukturen und Klassenkämpfen geprägt wird.In Harmans Weltgeschichte sind nicht »große Männer« wie Könige, Staatsmänner, Religionsstifter oder Philosophen die Triebkräfte der Geschichte, sondern herrschende und beherrschte Klassen. All dies ist eingebettet in eine breite Ideen- und Kulturgeschichte, die das hinduistische Verbot des Verzehrs von Rindern wie die Kunst der Renaissance oder die Filme Charlie Chaplins einschließt. Aus dem Englischen von Rosemarie NünningChris Harman, geboren 1942, war aktives Mitglied der Socialist Workers Partyin Großbritannien und Herausgeber verschiedener Parteipublikationen. Er verfasste eine Vielzahl von Büchern, von denen auf Deutsch Die verlorene Revolution: Deutschland 1918–23, 1968 – Eine Welt in Aufruhrund Der Irrsinn der Marktwirtschaft erschienen. Er starb im Herbst 2009.

21,00 €*
Chris Harman: Wer baute das siebentorige Theben – Band 3: Das 20. Jahrhundert
Wer baute das siebentorige Theben - Wie Menschen ihre Geschichte machenBand 3: Das 20. JahrhundertErschienen zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2016396 SeitenISBN 978-3-944233-37-6Die von dem britischen Marxisten Chris Harman zur Jahrtausendwende verfasste Menschheitsgeschichte – beginnend mit den urkommunistischen Gesellschaften und der neolithischen Revolution bis zum Jahr 2000 fortschreitend – ist eine beeindruckende und zugängliche Erzählung über die Entstehung und die Bewegungen zur Überwindung von Klassengesellschaften.Es handelt sich im wahrsten Sinne um eine Weltgeschichte, in der Harman dem üblichen Eurozentrismus widersteht und den Bogen von Mesopotamien und Mesoamerika über Asien bis Europa spannt und gerade auch die Ähnlichkeit der jeweiligen Entwicklungen aufzeigt. Dies geschieht auf der Grundlage eines methodischen Ansatzes, der danach fragt, wie Gesellschaft durch das Zusammenwirken von technischer Entwicklung, neuen Formen der Arbeitsteilung, Klassenstrukturen und Klassenkämpfen geprägt wird.In Harmans Weltgeschichte sind nicht »große Männer« wie Könige, Staatsmänner, Religionsstifter oder Philosophen die Triebkräfte der Geschichte, sondern herrschende und beherrschte Klassen. All dies ist eingebettet in eine breite Ideen- und Kulturgeschichte, die das hinduistische Verbot des Verzehrs von Rindern wie die Kunst der Renaissance oder die Filme Charlie Chaplins einschließt. Aus dem Englischen von Rosemarie NünningChris Harman, geboren 1942, war aktives Mitglied der Socialist Workers Partyin Großbritannien und Herausgeber verschiedener Parteipublikationen. Er verfasste eine Vielzahl von Büchern, von denen auf Deutsch Die verlorene Revolution: Deutschland 1918–23, 1968 – Eine Welt in Aufruhrund Der Irrsinn der Marktwirtschaft erschienen. Er starb im Herbst 2009.

28,00 €*
Eisenberg/Voigt/Vogel (Hg.): Antifaschismus als Feindbild
Eisenberg/Voigt/Vogel (Hg.): Antifaschismus als Feindbild - Der Prozess gegen den Pfarrer Lothar KönigBUCHPREISBINDUNG AUFGEHOBEN ISBN: 978-3-944233-06-2Erschienen Januar 2014304 Seiten, DVDÄnderung des Verkaufspreises ab 10.12.2014:NEUE MELDUNG 10. Oktober 2014Das Verfahren gegen Lothar König wurde nach 3000 Euro Bußgeldzahlung eingestellt. Wie die Anwälte von Lothar König mitteilten, wolle Lothar König damit »einen Beitraum zum Rechtsfrieden leisten« und ein Verfahren beenden, das ihn persönlich und andere sehr schwer belastet hat. (LAIKA-Verlag)Nach dieser neuen Entwicklung ändert der Verlag den Buchpreis für dieses Buch auf, das präzise den Verlauf der Ermittlungen und des geplatzten Prozesses aufzeichnet. Antifaschismus und Justiz: 2013 eröffnete das Dresdner Amtsgericht ein Verfahren gegen den Pfarrer Lothar König, einen der markanten Köpfe innerhalb des großen Spektrums antifaschistischer Politik. Laut Anklage sollte dieses Verfahren mit einer mehrjährigen Haftstrafe enden. Hintergrund der Vorwürfe ist das offene Auftreten von Neonazis in Dresden, die seit Langem den Jahrestag der alliierten Bombardierung Dresdens während des Zweiten Weltkrieges nutzen, um mit »Trauermärschen« ein rechtsextremes Geschichtsbild und eine Relativierung des Nazi-Regimes zu etablieren. Lothar König soll sich mit seinem Lautsprecherwagen im Rahmen der Gegenproteste 2011 unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs strafbar gemacht haben. Nach sieben Verhandlungstagen wurde das Verfahren im Juli 2013 jedoch auf Monate hinaus ausgesetzt, nachdem zuvor zurückgehaltenes entlastendes Videomaterial aufgetaucht ist. Nach dem Einstellungsantrag der Verteidigung hat die Staatsanwaltschaft Dresden erklärt, dass sie an ihrer Anklage festhält. Der Prozess wirft unter anderem die Frage auf, welchen Stellenwert Verfassung und Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland dem Versammlungs- und Demonstrationsrecht von Antifaschisten zumessen. Politisch zeigt sich in diesem Prozess, dass in Teilen der Justiz, Polizei und Versammlungsbehörden eine Feindsicht gegen Antifa- Demonstranten vorherrscht, und dass die notwendige und von der Rechtsordnung gebotene antifaschistische Widerstandstätigkeit kriminalisiert wird.Unabhängig vom weiteren Verlauf des Verfahrens dokumentiert dieses Buch, was im bisherigen Prozessverlauf geschah. Zahlreiche Autoren – darunter der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs Manfred Stolpe – aus dem juristischen, politischen, kirchlichen und antifaschistischen Kontext beschäftigen sich in diesem Buch mit der Bedeutung des Prozesses.Dem Buch liegt eine DVD bei, die den Prozessverlauf filmisch dokumentiert. Sie zeigt u.a. zahlreiche Interviews sowie für das Verfahren relevante Videoaufnahmender Demonstration vom 19. Februar 2011.

6,00 €*
Gabriele Heinecke/Christiane Kohl/Maren Westermann (Hrsg.): Das Massaker von Sant'Anna di Stazzema
Gabriele Heinecke/Christiane Kohl/Maren Westermann (Hrsg.): Das Massaker von Sant'Anna di Stazzema - Mit Erinnerungen von Enio ManciniISBN 978-3-944233-27-7Erschienen August 2014Hardcover mit Schutzumschlag, 144 SeitenAm 12. August 2014 jährt sich zum 70. Mal der Tag des Massakers im toskanischen Sant`Anna di Stazzema, bei dem Soldaten der SS mindestens 560 Menschen, größtenteils Frauen, Kinder und Alte, ermordeten. Zu diesem Anlass erscheinen erstmals in deutscher Sprache die Erinnerungen von Enio Mancini, in denen er das Leben in dem kleinen Dorf während des Krieges, die Aufnahme der vielen Flüchtlingsfamilien und schließlich die Ereignisse des 12. August 1944 beschreibt. Mancini überlebte als Sechsjähriger mit seiner Familie das Massaker, weil ein deutscher Soldat in die Luft geschossen hatte.Viele Historiker und Journalisten haben inzwischen über Sant’Anna di Stazzema geschrieben, aber Mancinis Bericht erzählt erstmals die Geschichte aus der Perspektive eines Augenzeugen. Enio Mancini, der zu den wenigen Kindern gehörte, die das Massaker überlebten, hat jahrelang die Berichte der Überlebenden und viele Erinnerungsstücke gesammelt. Dank deines Engagements konnte schließlich 1991 im ehemaligen Schulgebäude von Sant`Anna das Historische Museum des Widerstands eröffnet werden, dessen Leiter er bis 2006 war.Mancini war einer der Ersten, die sich ausdrücklich für Versöhnung einsetzten. Er betreute zahlreiche Besuchergruppen, darunter auch viele Schüler und Studenten aus Deutschland, denen er die Geschichte des lange Zeit vergessenen Dorfes erzählte. Außerdem war er häufig in Deutschland zu Gast. Juristisch blieb das Massaker ungesühnt: Bis 1994 hielt die italienische Justiz die Dokumente dazu in einem »Schrank der Schande« verborgen. Die schließlich 2005 in Abwesenheit der Angeklagten in Italien ergangenen Urteile gegen zehn ehemalige SS-Männer wurden nie vollstreckt, da Deutschland seine Staatsangehörigen nicht auslieferte und die Anträge auf Übernahme der Vollstreckung unbearbeitet bleiben.Die Staatsanwaltschaft Stuttgart stellte ihre Ermittlungen gegen acht noch lebende Beschuldigte 2012 ein. Gegen die Einstellung läuft ein Klageerzwingungsverfahren, das bei Erfolg aber nur noch den ehemaligen Kompaniechef Gerhard Sommer betreffen wird.Mit Beiträgen von Christiane Kohl und Maren Westermann, der juristischen Einordnung von Gabriele Heinecke sowie einer Untersuchung des Historikers Carlo Gentile.

19,00 €*
Gérard Thomas: Der große Traum, Eine Erzählung vom Kommunismus für die Kinder des Kapitalismus
Gérard Thomas: Der große Traum, Eine Erzählung vom Kommunismus für die Kinder des KapitalismusISBN 978-3-944233-42-0Erschienen März 2015ca. 160 SeitenWas ist Kommunismus? Eine unerreichbare Utopie? Eine reine Fantasiewelt? Ist Kommunismus die Abschaffung des Privatbesitzes von Produktionsmitteln? Ist er die »Diktatur des Proletariats«? Das Ein-Parteien-System? Waren die realsozialistischen Staaten »kommunistische Staaten«, wie die bürgerliche Welt immer behauptet hat und worauf die Selbstdefinition ihrer politischen Träger – »Wir sind Kommunisten« – hinweisen könnte? Auf jede dieser und auf viele andere Fragen kann man mit langen Abhandlungen antworten.Man kann es aber auch so machen, wie es Gérard Thomas gemacht hat: Von den andauernden Träumen, Wünschen und konkreten Versuchen der Menschheit berichten, die Welt lebenswerter zu machen, besser. Woran die Umsetzung dieses Traums seit Jahrtausenden gescheitert ist, erfährt man auch: oft aufgrund äußerer Machteinflüsse und genauso oft lag es an eigenen Fehlern derjenigen, die die Welt verändern wollten. Weil aber eine gute Idee nicht schuld an ihrer falschen Umsetzung ist, lohnt es sich, sie zu verteidigen. Gerade im Kapitalismus, wo die Massenproduktion für ein trügerisches Schlaraffenland die Welt in einen Konsumwahn versetzt, der jeglichen Gedanken an die Zukunft verdrängt. Und weil diese Welt, in der wir heute leben, nicht die einzig mögliche ist.Dieses Buch richtet sich an alle, die sich Hoffnungen und Träume nicht nehmen lassen wollen. Hinter dem Namen Gérard Thomas verbirgt sich ein bekannter italienischer Intellektueller, der sich darüber freut, wenn man sich mit Inhalten statt mit seiner Person beschäftigt. Über sein Alter Ego Gérard Thomas schreibt er: »Er wurde 1966 in einem kleinen Dorf der französischen Schweiz geboren. Er begann zu schreiben, gleich nachdem er das Fußballspielen gelernt hatte. Er war Journalist, Radio-Moderator, Hunde-Experte, Ghostwriter, Konzert-Veranstalter, DJ, Soziologe, Stenotypist, Träger, Maurer und Maler. 1987 hat er Europa verlassen, um auf die Marquesas-Inseln zu ziehen, wo er heute Bienen züchtet.« Wir wissen, dass er, mitunter wider Willen, immer noch in Italien lebt und zwischen 1986 und 2001 vier Literatur-Zeitschriften gegründet und geleitet hat. Mit dem Ziel, politische Reflexionen allen zugänglich zu machen, veröffentlichte er mehrere Bücher: Sein Debüt Wie man Präsident wird erschien 2002, Anarchie ist eine einfache Sache folgte 2007. Im selben Jahr gründete er einen Verlag und leitete ihn bis zu seiner Schließung. Danach, immer noch nicht zufrieden, hat er einen anderen Verlag gegründet und leitet ihn bis heute.

14,90 €*
Gladys Ambort: Wenn die anderen verschwinden sind wir nichts
Gladys Ambort: Wenn die anderen verschwinden sind wir nichtsISBN 978-3-942281-94-2Erschienen März 2011224 SeitenAm 27. Mai 1975, zu Zeiten der Todesschwadrone der Isabel-Peron-Regierung, wurde Gladys Ambort wegen ihrer politischen Haltung in Argentinien inhaftiert.Gladys Ambort war 17 Jahre alt. Während ihrer Haft putschte das Militär, welches am Ende über 30.000 Menschen ermorden ließ. Sie erlebte in dieser Zeit verschiedene Formen der Isolationshaft. Nach drei Jahren, am 8 Januar 1978, kam sie auf Vermittlung des Internationalen Roten Kreuz frei und konnte nach Frankreich ausreisen. Auf einer Pressekonferenz in Paris zusammen mit Simone de Beauvoir gab sie den ersten Bericht über die Haft, über das Verhältnis der Gefangenen untereinander und über das Erleben einer jungen Frau, deren Jugend mit dem Tag ihrer Inhaftierung beendet worden war.Ihr Buch, mehr als 30 Jahre später, ist ein detaillierter Bericht über die verschiedenen Stufen der Hölle, deren Ziel es ist, das Eigene des rebellierenden Individuums zu brechen und zu vernichten, damit eine ausbeuterische Gesellschaftsordnung ihre Herrschaft fortsetzen kann.Gladys Ambort, geboren 1958, studierte Philosophie und Soziologie und erwarb an der Universität in Genf, wo sie heute lebt, den Doktortitel in Vergleichende Literaturwissenschaft.

19,90 €*
Ilhami Akter: Verfolgung, Flucht und Solidarität. Ein kurdischer Bericht.
Ilhami Akter, Jahrgang 1972, entstammt einer kurdischen Familie aus dem Dorf Zelxidêr bei Karakoçan. 1989 floh Akter auf Beschluß der Familie als 17jähriger nach Deutschland, um der zunehmenden Repression und dem drohenden Militärdienst im militarisierten türkischen Staat zu entgehen. Nach der ersten Ablehnung seines Asylantrags lebte er zwei Jahre lang in Deutschland als illegaler Flüchtling. Diese Zeit in großer Härte überlebte er mit Hilfe verschiedener Flüchtlingsorganisationen und Kirchengemeinden und einzelnen FreundInnen. 1995 wurde sein zweiter Asylantrag positiv ent- schieden. 2009 erlangte er die deutsche Staatsbürgerschaft.

17,00 €*
Katharina Schlieper (Hg.): Das deutsche Volk klagt an
Katharina Schlieper (Hg.): Das deutsche Volk klagt an – Hitlers Krieg gegen die Friedenskämpfer in Deutschland - Maximilian ScheerISBN 978-3-942281-20-1Erschienen März 2012410 Seiten»Bereits 1933 wusste man alles...«, so schreibt der französische Historiker Lionel Richard im Vorwort zur Neuauflage dieses bedeutenden Buches der deutschen Exilpresse. 1936 in Paris »anonym« erschienen, um die Familien der Mitarbeiter vor der Verfolgung der Nationalsozialisten in Deutschland durch deren »Sippenhaft« zu schützen, berichtet dieses Buch nahezu minutiös von der nationalsozialistischen Unterdrückung, Gewalt und Zerstörung. Die »Gefahr millionenfachen Todes in einem neuen Krieg« liegt den Autoren bereits klar vor Augen, der Massenmord an den Juden ist in der antisemitischen Hetze bereits als Generalbefehl angekündigt. Herausgegeben wird diese nun erstmals in Deutschland erscheinende Materialsammlung über den Naziterror von 1933 bis 1936 von Katharina Schlieper, der Tochter von Maximilian Scheer, der damals die Auswahl der Berichte traf und sie durch seine entlarvenden Texte zu diesem beeindruckenden Tatsachenbuch zusammenfügte, indem er systematisch die bewusst verschwiegenen  Zusammenhänge, Hintergründe, Verletzungen des Völkerrechts und Pläne des Regimes offenlegte.Die Neuausgabe enthält das Vorwort aus der Originalausgabe von Romain Rolland sowie ein einleitendes Vorwort des französichen Historikers Lionel Richard und von Katharina Schlieper. Beigelegt ist dem Buch der Reprint der Übersichtskarte über die Konzentrationslager, Zuchthäuser und Gefängnisse in Deutschland von 1936. Weiter enthält die Neuauflage das Faksimile der Besondere Lagerordnung für das Gefangenen-Barackenlager Esterwegen und der Disziplinar- u. Strafordnung für das Gefangenenlager, jeweils 1.8.1934. Schließlich enthält das Buch einen ergänzenden Beitrag zu Willi Münzenberg, der im Pariser Verlag Editions du Carrefour auch die Herausgabe dieses Buches organisierte.

24,90 €*
Luciana Castellina: Die Entdeckung der Welt
Luciana Castellina: Die Entdeckung der Welt 978-3-944233-64-2Erschienen im Mai 2016216 SeitenAusgehend von den Tagebüchern, die Luciana Castellina, legendäre Mitgründerin der Zeitung il manifesto, als junges Mädchen geschrieben hat, erzählt »Die Entdeckung der Welt« von ihrem politischen Erwachen als Teenager im faschistischen Italien: von dem Tag an, als sie am 25. Juli 1943 das Tennisspiel mit ihrer Klassenkameradin Anna Maria Mussolini unterbrechen musste, weil der Duce, Anna Marias Vater, in Rom gerade verhaftet worden war, über den Zusammenbruch des Regimes bis hin zu ihrem Eintritt in die Kommunistische Partei Italiens 1947. In diesem Zeitraum findet die Entwicklung eines Mädchens aus großbürgerlichem Hause statt, das sich mit der Welt und der Geschichte konfrontiert.»Die Entdeckung der Welt«  ist ein Buch über Krieg, Antisemitismus, Antifaschismus, Widerstand, den Glauben an soziale Gerechtigkeit, den Hunger nach Erfahrungen; über Reisen, Kino, französische Intellektuelle und FIAT-Arbeiter, internationale Diplomatie und Freundschaft. Dabei verweben sich Vernunft und Leidenschaft, existenzielle Fragen, Erkenntnis und feine Selbstironie zu einer dichten autobiographischen Erzählung.Aus dem Italienischen von Christiane Barckhausen-CanaleLuciana Castellina, geboren 1929, Journalistin und Schriftstellerin, aber vor allem kämpferische Politikerin und seit den 60er-Jahren eine der führenden Persönlichkeiten der italienischen Linken, trat 1947 in die Kommunistische Partei Italiens ein. 1969, als sie zusammen mit Lucio Magri, Aldo Natoli, Valentino Parlato, Luigi Pintor und Rossana Rossanda die Zeitung il manifesto gründete, wurde sie aus der Partei ausgeschlossen. Sie hat den Partito di Unità Proletaria per il Comunismo (PdUP; Partei der proletarischen Einheit für den Kommunismus) mitbegründet und war von 1979 bis 1999 Abgeordnete im Europäischen Parlament. Mit Die Entdeckung der Welt war sie 2011 in Italien für den Literaturpreis Strega nominiert. Ihr Buch Siberiana hat den Literaturpreis Vallombrosagewonnen. Zuletzt veröffentlichte sie 2014 zusammen mit Milena Agus Guardati dalla mia fame (Hüte Dich vor meinem Hunger).

21,00 €*
Michael Weber: Martha
Michael Weber: Martha ISBN: 978-3-944233-22-2Erschienen August 2014224 Seiten Softcover mit Schutzumschlag»Und seitdem kann ich genauer benennen, was mich mit Martha verbindet: Diese Lücke, diese Anmutungs-Leere. Denn Martha war die personifizierte falsche Anmutung – sozusagen Tiefstand auf dem Anmutometer.«Hamburg-St. Pauli Anfang der 1980er-Jahre: Ein junger Schauspielstudent aus der norddeutschen Provinz zieht mit Freunden in die Davidstraße – wo er Martha Ihde kennenlernt: »Klack, klack, köch, köch […] In der Doppeltür erschien eine kleine, etwa ein Meter sechzig große, schmale alte Frau in einem für ihr Alter verblüffend kurzen Rock, die dünnen, schönen Beine in Nylons, die schlanken Füße in Riemchenschuhen auf beängstigend hohen Absätzen.« Seine neue Nachbarin, die ihr ganzes Leben in diesem Viertel verbracht hat, wird für ihn von einer anfänglich schillernden Panoptikumsfigur im Lauf der Jahre zu einer nahen Bekannten und zu einem Orientierungspunkt für sein weiteres Leben. Die skurrilen, komischen und traurigen Episoden, die er mit Martha, ihrem Mann Ernst, dem Hund Tarzan, ihrem Sohn, dem Krran, und anderen erlebt, prägen sein Verständnis des Viertels, führen ihn zu Reflexionen über seine eigene kleinbürgerliche Herkunft, seine Faszination für das Leben auf St. Pauli, seinen angestrebten Beruf, seine Lebensperspekti ve und seine politische Haltung.Immer präsent – weil untrennbar verbunden mit dem am Vorbild Martha orientierten freieren Lebensgefühl – sind die in unmittelbarer Nachbarschaft stattfindenden Zeitereignisse: die Kämpfe um die St. Pauli-Hafenstraßenhäuser, der Niedergang des Sex-Gewerbes, der Punk.Ein atmosphärisch dichter autobiografischer Roman und eine eindrucksvolle Hommage an die Protagonistin Martha Ihde.Michael Weber, geb. 1958 in Hamburg, lebt seit 1982 auf St. Pauli. Er ist Schauspieler (u.a.: Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Bochum, Burgtheater Wien, Polittbüro Hamburg, Schauspielhaus Zürich, Königliches Theater Kopenhagen, Schauspiel Köln, Schauspielhaus Hamburg). Daneben arbeitet er an eigenen Texten, Theater- und Filmprojekten und führt gelegentlich Regie. Zu seinen bisherigen Veröffentlichungen zählen u.a.: Hyperion (Bühnenfassung nach Friedrich Hölderlin), Spielverderber (Stück für 4 Schauspieler), Die Wolke Wolfgang (ein Kinderbilderbuch), GlaubeLiebeHoffnung (Theatermagazin Deutsches Schauspielhaus), Meine Geistig Umnachteten (OPAK 03 – Okt./Nov. 2009).

18,00 €*
Patrick Bade: Music Wars
Patrick Bade: Music Wars  ISBN: 978-3-944233-41-3Erschienen Juni 2015512 SeitenPatrick Bade hat eine kenntnisreiche Musikgeschichte des Zweiten Weltkriegs geschrieben. Er erzählt von den vielen verschiedenen Bedeutungen und Funktionen, die Musik angesichts von Zerstörung, Tod und Gewalt bekommen hat. Im Zweiten Weltkrieg spielte Musik eine bis dahin beispiellose Rolle: Ob live oder über die neuen Medien Rundfunk, Film oder Schallplatte unterfütterte Musik die Propaganda, sie sollte die eigene Moral stärken und die der Feinde schwächen. Musik wurde ganz unverhüllt als Propagandamittel eingesetzt, sie war aber auch »Überlebenselixier« und diente zur Ablenkung: Klassische Konzerte und Opern, die unter gefährlichsten Umständen aufgeführt wurden, waren in allen am Krieg beteiligten Ländern gut besucht. Die Menschen tanzten zu Swing und Schlagern und verliebten sich – gerade weil jeder Tag der letzte sein konnte.Und Bade erzählt sehr anschaulich von denen, deren Berufung die Musik war – von Komponisten, Dirigenten, Musikern, Sängerinnen und Sängern: Nicht wenige bezahlten mit ihrem Leben, andere mussten ins Exil gehen. Die meisten, die in Deutschland blieben, kollaborierten und profitierten von den Ereignissen. Auf alliierter Seite nahmen viele mit ihrer Musik aktiv am Kriegsgeschehen teil und machten diese zur Waffe gegen den Faschismus. Alle Kriegsparteien erkannten den propagandistischen Nutzen der Musik und setzten diese vielfältig ein. So verstärkte die Pianistin Myra Hess die Entschlossenheit der Londoner Bevölkerung durch eine Reihe von Mittagskonzerten in der National Gallery. Die Bayreuther Festspiele öffneten ihre Türen für Kriegsverletzte und Munitionsarbeiter, und in Paris boten die deutschen Besatzer unzählige Musikveranstaltungen an. Die klassische Musik blühte und erreichte ein neues Publikum.Eine mächtige Waffe beim Einsatz der Musik für den Krieg war der Swing, der eine unwiderstehliche Kraft entfaltete, die auch die Nazis zu nutzen versuchten.Am Ende war aber jene Musik am wirksamsten, die zentrale Emotionen und Erfahrungen des Krieges wie Verlust, Trennung, Hoffnung und Sehnsucht zum Inhalt hatte, oft als Schnulze komponiert. In Großbritannien steht dafür vor allem Vera Lynn mit ihrem berühmten Titel We’ll Meet Again, in Nazi-Deutschland war es Zarah Leander mit Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen; dann gelang Lale Andersen mit Lili Marleen im Deutschen Reich ein Millionenerfolg, der bei allen Kriegsparteien bald zum internationalen Soldatenlied avancierte.Patrick Bade ist seit 1981 Dozent an der Christie’s Education in London und arbeitet am London Jewish Cultural Centre. Er publiziert regelmäßig über bildende Kunst und Musik.

30,00 €*
Sherin Abu Chouka: Frauen*, die kämpfen
In dem Interview-Buch »Frauen*, die kämpfen« kommen Frauen* zu Wort, die in Chile in verschiedenen Regionen und unter ungleichen Lebensumständen leben und kämpfen. In 23 Interviews erzählten sie von ihren Anliegen, Analysen und Aktionen. Sie engagieren sich im Kampf der indigenen Mapuche um Selbstbestimmung und Rückgabe ihres Landes, gegen die Anwendung des Anti-Terrorgesetzes und der Militarisierung des Mapuche Gebietes, in Umweltbewegungen, als Kleinbäuerinnen* und indigene Frauen* auf dem Land sowie als Feministinnen*.Herausgeber Zwischenzeit e.V. Münster Gefördert mit den Mitteln der Stiftung Umwelt & Entwicklung Nordrhein-Westfalen und der Aktion SelbstbesteuerungISBN 978-3-944233-93-2, Erschienen August 2021, Preis €15,00, 156 Seiten, Bilderdruck mit Softcover

15,00 €*