Kritik des gesellschaftlichen Bewusstseins

Kritik des gesellschaftlichen Bewusstseins
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Theorie Band 62   ISBN 978-3-944233-61-1 Erschienen im Mai 2016 360 Seiten... mehr
"Kritik des gesellschaftlichen Bewusstseins"
Theorie Band 62
 
ISBN 978-3-944233-61-1
Erschienen im Mai 2016
360 Seiten

Wir leben in einem ideologischen Zeitalter. Selbst bei oberflächlichem Blick auf soziale und kulturelle Zustände wird dies offensichtlich. Dies ist Ausdruck einer ideologischen Disposition, da Fakten nicht mehr zur Kenntnis genommen werden, der Blick auf die gesellschaftliche Realität verweigert wird. 

Die soziokulturelle Wirkungskraft der herrschenden Vermittlungssysteme geht weit über das hinaus, was in der Vergangenheit die Propaganda-Instrumente autoritärer Regime zu leisten imstande waren. »Ideologie ist heute der Bewußtseins- und Unbewußtseinszustand der Massen als objektiver Geist.« (Adorno 1972).

Durchgesetzt hat sich ein Klima ideologischer Unterwerfungsbereitschaft, die in weiten Teilen der Gesellschaft zu einer Atmosphäre der Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit beiträgt. Fredric Jameson schrieb dazu, es sei heute leichter, sich das Ende der Welt als das Ende des Kapitalismus vorzustellen.

Die vorliegenden Arbeiten von Erich Hahn, Thomas Metscher und Werner Seppmann analysieren nicht nur diese Erscheinungsformen falschen Bewusstseins und zeigen ihre sozialökonomischen Ursachen auf, sie stellen gleichzeitig das Instrumentarium zur Verfügung, diese gesellschaftliche Anästhesie zu durchbrechen und der Formierung Widerstand entgegenzusetzen.

 

 

Erich Hahn, geboren 1930 in Kiel, studierte an der Berliner Humboldt-Universität Geschichte und Philosophie und habilitierte sich 1965. Er lehrte an der Akademie der Wissenschaft en der DDR und wurde 1977 Nationalpreisträger der DDR, er ist Verfasser von mehr als dreißig wissenschaftlichen Werken, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Erich Hahn lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Thomas Metscher, geboren 1934 in Berlin, studierte Anglistik, Philosophie und Germanisti k in Berlin (FU), München, Bristol und Heidelberg. Promotion über Sean O’Casey 1966. 1961–71 Dozent für neuere deutsche Literatur an der Queen’s University of Belfast, Irland. 1971–99 Professor für Literaturwissenschaft und Ästhetik an der Universität Bremen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte und Theorie der Literatur, Ästhetik und Kulturtheorie. Gegenwärtige Forschungsgebiete: philosophische Grundlagen ästhetischer Theorie, Literaturanalyse, Theorie des Bewusstseins, Fundierungsprobleme marxistischer Theorie. Zu seinen wichtigsten jüngeren Veröffentlichungen zählen: Logos und Wirklichkeit. Ein Beitrag zu einer Theorie des gesellschaftlichen Bewusstseins (2010) und Kunst. Ein geschichtlicher Entwurf (2012).

Werner Seppmann, geboren 1950, hat nach Berufstätigkeit und »zweitem Bildungsweg« Sozialwissenschaften und Philosophie studiert. Langjährige Zusammenarbeit mit Leo Kofler. Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Sozialstrukturanalyse, Marxismusforschung, Dialektischen Philosophie, Ideologietheorie, Kritischen Gesellschaftstheorie, Klassenanalyse und Kultursoziologie. Im LAIKA Verlag sind zuletzt erschienen: Subjekt und System. Der lange Schatten des Objektivismus (2011), Dialektik der Entzivilisierung. Krise, Irrationalismus und Gewalt (2011) und Ausgrenzung und Herrschaft (2013).

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